Aytac Sulu
Aytac Sulu und die Lilien konnten das Spiel gegen Köln nur eine Halbzeit lang offen gestalten. Bild © Imago

Klar verloren, aber nicht komplett unzufrieden – das ist die Lage bei Darmstadt 98 nach der Niederlage gegen Köln. Hoffnung macht nun vor allem die Rückkehr einiger Schlüsselspieler.

Videobeitrag
Tim Rieder

Video

zum Video Rieder: "Teuer verkauft"

Ende des Videobeitrags

Auch wenn das Ergebnis deutlich ausfiel – nicht alles war schlecht bei der 0:3-Heimniederlage von Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 gegen den 1. FC Köln. Seine Mannschaft habe in der ersten Halbzeit "ein geiles Spiel" gemacht, befand Trainer Dirk Schuster. Mittelfeldspieler Johannes Wurtz ergänzte: "Da haben wir die Kölner extrem vor Probleme gestellt. Die wussten auch nicht, was sie machen sollten."

Am Ende reichte dem Aufstiegsaspiranten am Samstag eine Viertelstunde, um mit einem deutlichen Sieg nach Hause zu fahren. Torjäger Simon Terrode brach in der 55. Minute den Bann. Rafael Czichos (66.) und Jhon Córdoba (70.) machten dann alles klar.

Weitere Informationen

Stimmen zum Spiel

Mehr Stimmen zum Spiel finden Sie hier.

Ende der weiteren Informationen

Bis zur Kölner Führung hatten die Lilien einige Gelegenheiten liegen gelassen. "Leider ist der Ertrag vorne nicht so ausgefallen", monierte Schuster. Wurtz, der im offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Marvin Mehlem erhalten hatte, erklärte: "Wir hatten ganz gute Möglichkeiten, die wir einfach demnächst besser nutzen müssen. Da hätten wir in Führung gehen können."

Das zeigte sich auch kurz vor dem ersten Gegentor, als Lilien-Angreifer Terrence Boyd eine Freistoßflanke in aussichtsreicher Position knapp verfehlte. Im Gegenzug nickte Terodde eine Flanke von Louis Schaub ein. "Das 1:0 war schwer zu verteidigen, und Köln hat seine individuelle Qualität in der Situation bewiesen", sagte Schuster.

Kette von Fehlern und Missverständnissen

Beim zweiten und dritten Kölner Treffer war der Lilien-Coach dagegen unzufrieden: Czichos Treffer nach einem Eckball könne man besser verteidigen. "Und das 0:3 machen wir eigentlich selbst", sagte Schuster mit Blick auf die Kette von Fehlern und Missverständnissen, die dem Tor vorausgegangen war. Danach habe seine Mannschaft wegen des Torverhältnisses Schadensbegrenzung betrieben.

"Am Ende sind wir an der Effizienz und der Qualität der Einzelspieler von Köln gescheitert", erklärte Schuster. "Vom Ergebnis her ist es ein sehr schlechtes Gefühl, von der Leistung aber ein sehr positives." Darauf könne man im Auswärtsspiel bei Union Berlin am kommenden Samstag aufbauen.

Weitere Informationen

Mehr im hr-fernsehen

Einen Nachbericht zur Niederlage des SV98 gegen Köln sehen Sie am Sonntag ab 22.05 Uhr in heimspiel! Bundesliga.

Ende der weiteren Informationen

Ähnlich sah es Offensivmann Wurtz. "Dass wir eng dran sind, dass wir dem Gegner die Lust nehmen, dass wir kein Kombinationsspiel zulassen – das müssen wir weiterhin machen, gegen jeden Gegner, nicht nur gegen Köln. Wenn wir das die nächsten Wochen wieder machen, werden wir auch ein paar Spiele gewinnen. Davon bin ich überzeugt."

Hoffnung gibt auch, dass den Lilien gegen Berlin ihre beiden gefährlichsten Offensivspieler dann voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. Mittelfeldspieler Tobias Kempe hat seine Gelb-Sperre gegen Köln abgesessen. Angreifer Serdar Dursun, der wegen Muskelproblemen passen musste, absolvierte am Sonntag mit der Mannschaft das Auslaufprogramm.