dpa Schuster Fritsch
Seit Dezember wieder vereint: Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch und Trainer Dirk Schuster Bild © picture-alliance/dpa

Darmstadt 98-Präsident Rüdiger Fritsch erinnerte sich im hr-heimspiel! an die Schuster-Rückkehr im vergangenen Dezember. Und er verriet auch, wo er mit den Lilien in den nächsten Jahren auf gar keinen Fall hin will.

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Als Dirk Schuster im vergangenen Dezember auf den Trainerstuhl bei Darmstadt 98 zurückkehrte, schlugen die Herzen vieler Fußball-Romantiker höher. Den Plan für diese spektakuläre Rückhol-Aktion des einstigen Erfolgstrainers lag wohl schon vorher in der Schublade von Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch. Im hr-heimspiel! sagte er: "Bekanntermaßen muss man für bestimmte Situationen die Pläne A, B und C in der Tasche haben." Für Schuster sprach auch, dass er wegen seiner damaligen Vereinslosigkeit schnell verfügbar war. "Wir mussten schnell griffig werden, als wir merkten, dass es mit Torsten Frings nicht lief", so Fritsch.

Schuster hat seine Auszeit genutzt

Dennoch betonte der Präsident, dass die Schuster-Rückkehr auch an Bedingungen geknüpft war: "Wir waren der Meinung, dass Dirk Schuster seine Auszeit zur Reflexion genutzt und sich auch fortgebildet hat. Das war auch Teil des Gesprächs." Fritsch betonte, dass er Entscheidungen, wie die Schuster-Rückkehr nicht alleine treffe. "Ich bin da nur der Sprecher eines Teams."

Mit der bisherigen Arbeit des alten und neuen Trainers kann der Lilien-Präsident schon mal ganz gut leben. "Wenn man sehr nah dran ist, dann merkt man, dass es sehr fokussiert und konzentriert zugeht, genauso wie der Trainer das auch in der Öffentlichkeit darstellt. Wo Schuster drauf steht, da ist auch Schuster drin."     

Keine Lust auf dritte Liga

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Bei Zukunftsfragen zeigte sich Rüdiger Fritsch im hr-heimspiel! als Freund klarer Worte. Aus kaufmännischer Sicht hätten die Darmstädter in den kommenden 20 Jahren zwar fünf Jahre Drittklassigkeit eingeplant. "Das sind aber nur Worst-Case-Szenarien, die man durchspielen muss. Fakt ist: Auf 3. Liga hat hier niemand Lust." Aber Fritsch warnt auch vor zu hohen Erwartungen: "Es gibt Leute die sagen: Wenn wir drei Mal gewinnen, spielen wir schon wieder um den Aufstieg mit. Vor solchen Aussagen warnen wir."