Dirk Schuster schaut im Dresdner Stadion missmutig drein.
So eine Vorstellung wie in Dresden will Dirk Schuster nicht mehr von seiner Mannschaft sehen. Bild © Imago Images

Bei allen Gegentoren in Dresden hat der SV Darmstadt 98 kräftig Schützenhilfe geleistet. Nach eingehender Fehleranalyse der 1:4-Pleite geht der Blick nach vorn. Bereits am Dienstag gibt es im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld die Chance zur Wiedergutmachung.

Videobeitrag

Video

zum Video Schuster: "Haben eine klare Analyse gemacht"

Ende des Videobeitrags

Früh einen Elfmeter verschuldet, zwei Gegentore entscheidend abgefälscht und einen Treffer dem Gegner direkt aufgelegt: Bei der 1:4-Auswärtspleite gegen Dynamo Dresden hat Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 einen gebrauchten Tag erwischt. Trainer Dirk Schuster monierte jedoch nicht die Tore: "Wir waren in den Zweikämpfen nicht gut aufgestellt und die Mentalität, die man uns immer nachsagt, war beim Gegner stärker ausgeprägt", sagte er beim Auslaufen am Sonntag. "Das war das, was mich etwas geärgert hat."

Weitere Informationen

Lilien im heimspiel!

Die Partie der Lilien in Dresden ist am Sonntagabend auch Thema im heimspiel! Bundesliga (22.05 Uhr).

Ende der weiteren Informationen

Dass Darmstadt nicht nur Pech bei den Gegentoren hatte, sondern auch noch das Glück bei der Verwertung der eigenen Chancen fehlte, ließ Schuster nicht zählen. "Glück und Pech muss man sich im Fußball erarbeiten", sagte der Coach. Wenn er sehe, wie Dresdens Patrick Ebert vor dem 2:1 der Dresdner zwei- dreimal im Mittelfeld gegrätscht habe, dann habe Dresden das Glück auch erzwungen. "Diese Szene war sinnbildlich."

Eigentlich auf Augenhöhe

Videobeitrag

Video

zum Video Schuster: "Eine Fehlerquote, die für uns untypisch ist"

Ende des Videobeitrags

Über weite Phasen hatte Darmstadt die Partie zumindest auf Augenhöhe gestaltet, teilweise sogar dominiert. Vor 26.530 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion brachte Moussa Koné die Gastgeber durch einen von Marcel Heller verursachten Foulelfmeter bereits in der 3. Minute in Führung. Heller gelang eine Viertelstunde später der Ausgleich. Das Führungstor von Ebert im zweiten Durchgang wurde von Lilien-Verteidiger Fabian Holland abgefälscht, das dritte Tor durch Philip Heise von Heller. In der Nachspielzeit legte dann noch Mittelfeldregisseur Tobias Kempe unfreiwillig für Koné auf. 

Bereits auf dem Rückflug von Dresden begann Schuster mit seinem Team mit der Aufarbeitung der Partie. "Wir haben heute Nacht eine klare Analyse gemacht und das mit der Mannschaft heute Morgen aufgearbeitet", sagte Schuster. "Wir haben gezeigt, was wir wollen und was wir nicht mehr wollen. Damit ist die Sache auch erledigt."

Das Dresden-Spiel "geradebiegen"

Videobeitrag

Video

zum Video Schuster: Glück und Pech muss man sich erarbeiten

Ende des Videobeitrags

Bereits am Dienstag geht es für die Lilien weiter. Dann gastiert Arminia Bielefeld am Böllenfalltor (18.30 Uhr). "Ich glaube, es ist eine gute Sache, dass wir das Dresden-Spiel da schon wieder geradebiegen können", sagte Schuster.

Die Ostwestfalen stehen für eine der Sternstunden in der Geschichte der Darmstädter, gelang doch im Frühjahr 2014 mit dem "Wunder von Bielefeld" in der Relegation der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch Schuster will da keine Nostalgie aufkommen lassen. "Das ist eine schöne Erinnerung. Aber es geht am Dienstag um drei Punkte in der 2. Bundesliga."