Immanuel Höhn jubelt nach seinem Treffer in Aue
Immanuel Höhn erzielte in Aue den Anschlusstreffer. Bild © Imago

2:2 nach 0:2: Beim SV Darmstadt 98 überwiegt nach dem Unentschieden in Aue der Stolz auf die eigene Leistung. Den Sieg hätten die Lilien allerdings gern mitgenommen. Die Stimmen zum Zweitliga-Spiel.

Darmstadt 98 hat nach 0:2-Rückstand im Erzgebirge noch einen Punkt geholt. Innenverteidiger Immanuel Höhn (76.) und Marvin Mehlem (78.) trafen für die Lilien zum 2:2 in Aue. Die Stimmen zum Spiel.

Dirk Schuster (Trainer Darmstadt): Es war ein Spiel, das gefühlsmäßig schwer zu verarbeiten ist. Vor der Pause war es sehr kampfbetont, wir haben da gut verteidigt, kamen aber drei, vier Minuten vor der Pause nochmal unter Druck. Wir sind dann gut in die 2. Halbzeit gestartet mit dem Kopfball von Sulu und dem Pfostenschuss von Dursun. Dann bekommen wir das 0:1 und direkt das 0:2 hinterher. Danach bin ich ein wenig stolz auf meine Mannschaft, die sich den Punkt absolut verdient hat.

Daniel Meyer (Trainer Aue): Vor der Halbzeit war es zu wenig, auch wenn wir vor der Pause dann die Chancen hatten. Nach der Pause war mit dem 2:0 eigentlich alles in Ordnung, nach den Auswechslungen von Hochscheidt und Riese haben wir aber die Ordnung verloren. Nach dem Ausgleich was es dann vogelwild, das ist so nicht in Ordnung, auch, wenn ich es gut finde, dass meine Mannschaft das Spiel unbedingt noch gewinnen wollte. Am Ende bin ich froh, dass wir den Punkt mitgenommen haben.

Immanuel Höhn: Ich denke, dass wir den Punkt auf jeden Fall verdient hatten. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel sogar noch drehen, weil wir drauf und dran waren, noch das dritte Tor zu schießen. Wir haben richtig Dampf nach vorne gemacht und uns Chancen erarbeitet. Aber nach dem Spielverlauf können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Dass es mit meinem Tor geklappt hat, ist umso schöner. Die Hinrunde lief nicht ganz zufriedenstellend, weil wir für unsere Ansprüche zu wenig Punkte haben.

Aytac Sulu: Wir haben eine sehr gute Partie gespielt. Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Aue kam mit breiter Brust. Wir haben deren Spiel in der ersten Halbzeit unterbinden können. In der zweiten Halbzeit hatten wir die Möglichkeit, zwei Tore zu schießen. Und im Gegenzug kriegen wir zwei Tore. Auf jeden Fall können wir den einen Konter unterbinden. Dann haben wir eine sehr gute Moral bewiesen – und hätten das Spiel am Ende auch noch gewinnen können.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! bundesliga, 16.12.2018, 22.05 Uhr