Die Lilien stellen sich den Fans
Der SV Darmstadt 98 braucht die Hilfe der Fans. Bild © Imago

Der nächste Tiefschlag im Abstiegskampf hinterlässt Spuren: Die Spieler von Darmstadt 98 sind zunehmend ratlos und hadern mit ihrem Schicksal. Die FCK-Profis denken im Moment des Erfolgs vor allem an ihren Ex-Coach Jeff Strasser.

Der SV Darmstadt 98 verliert gegen Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 (0:1) und kommt dem Abgrund in der 2. Bundesliga immer näher. Die Lilien sind zwar mit der Leistung einverstanden, die Enttäuschung kann aber auch das nicht schmälern. Thema Nummer eins beim 1. FC Kaiserslautern ist derweil der ehemalige Coach Jeff Strasser, der beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams mit Herzproblemen ins Krankenhaus musste und seinen Job aufgab.

Yannick Stark: Es schmerzt ungemein, dass wir nicht wenigstens einen Punkt geholt haben. Der wäre verdient gewesen, aber es laufen momentan einfach Kleinigkeiten gegen uns. Wir hatten heute die klar besseren Chancen, die wir nicht nutzen. Lautern hatte einen Torwart in Topform. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da, das ist natürlich sehr bitter. Die Fans stehen aber weiter voll hinter uns. Wir hätten heute gerne etwas zurückgegeben. Die Leistung macht Hoffnung. Wenn wir weiter arbeiten, werden wir irgendwann wieder belohnt.

Markus Steinhöfer: Wir sind sehr enttäuscht. Mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, kann man zufrieden sein. Wir haben die Niederlage nicht verdient. Wir müssen diesen Weg jetzt weitergehen und dann werden wir am Ende hoffentlich unsere Punkte holen.

Darmstadt Immanuel Höhn frustriert am Boden
Immanuel Höhn am Boden. Bild © Imago

Immanuel Höhn: Diese Niederlage tut verdammt weh, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben und zweimal ausgekontert wurden.

Dirk Schuster: Wir haben ein gutes Heimspiel gemacht. Beide Teams haben sich nichts geschenkt. Wir bekommen mit der ersten Aktion der Gäste das Gegentor. Unsere Chancen konnten wir nicht verwerten. In der 2. Halbzeit waren wir etwas zu wild, wollten das Tor machen und kassieren das 0:2 per Konter. Von der Mentalität und Leistungsbereitschaft haben wir alles investiert. Die Zuschauer haben das gesehen und honoriert, das tat der Mannschaft gut. Wir können die Situation nur gemeinsam lösen.

Marius Müller (Torwart Kaiserslautern): Ich bin happy, dass es heute so gekommen ist. Gerade nach der Geschichte mit Jeff Strasser. Das hier ist für uns ein kleiner Schicksalsort. Wir sind jetzt alle bei ihm und ich werde ihm gleich auch mal eine Nachricht schicken. Wir setzen alles dran, den Abstieg zu vermeiden.  

Philipp Mwene (Torschütze für Kaiserslautern): Das war mein erstes Tor, das fühlt sich geil an. Wir haben verdient gewonnen, die Hoffnung ist zurück. Jeff Strasser war natürlich im Hinterkopf. Wir wissen, dass er immer an uns denkt. Wir haben heute für ihn gewonnen.

Weitere Informationen

SV Darmstadt 98 - 1.FC Kaiserslautern 1:2 (0:1)

Darmstadt: Heuer Fernandes - Steinhöfer, Bregerie (46. Kamavuaka), Höhn, Holland - Stark (66. Atik), Medojevic - Kempe,  Jones - Ji- Sobiech (57. Platte)      
Lautern: Müller - Kessel, Carlsen-Bracker, Vucur, Guwara - Mwene, Seufert (90. Ziegler), Moritz, Borello - Andersson (90. Müsel), Osawe (87. Altintop)                             

Tore: 0:1 Borello (16.), 0:2 Osawe (61.), 1:2 Platte (90.+1)
Gelbe Karten: Kempe - Mwene

Schiedsrichter: Steinhaus (Langenhagen) 
Zuschauer: 17.400 (ausverkauft)   

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Sendung: hr1, 21.02.18, 21 Uhr