Aytac Sulu nach der Pleite gegen Hamburg
Gesichter mit Aussagekraft: Die Lilien haben ein Problem. Bild © Imago

Nach der vierten Niederlage in Folge ist die gute Laune beim SV Darmstadt 98 vorerst Geschichte. Im Zentrum der Kritik steht wieder einmal die wacklige Defensive. In Hamburg ist hingegen erst einmal Schluss mit Krise.

Der SV Darmstadt 98 verliert gegen den Hamburger SV zum vierten Mal in Folge und kommt dem Tabellenkeller der 2. Bundesliga nach dem 1:2 (0:2) immer näher. Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

Marcel Franke gerät bei seinem ersten Trainingslager mit den Lilien mächtig ins Schwitzen.
Marcel Franke hofft auf den Turnaround. Bild © Imago

Marcel Franke: Die erste Hälfte lief nicht gut für uns. Wir wollten den HSV ein bisschen kommen lassen und haben dann zwei Gegentore kassiert. Vor allem das Ding vor der Pause war natürlich tödlich. Wir wollten dann rausgehen, fighten und alles probieren. Die Kiste haben wir aber zu spät gemacht. Wir haben schon wieder zwei Tore gefangen, daran müssen wir jetzt zwei Wochen lang hart arbeiten. Der HSV hatte heute teilweise Räume, das darf nicht passieren. Da waren wir zu weit weg. Nach vier Niederlagen in Folge kommt morgen keiner mit einem Lächeln in die Kabine. Wir brauchen jetzt den Turnaround.

Dirk Schuster: Zu Beginn war der HSV besser im Spiel. Trotzdem haben wir da nicht so viel zugelassen, aber durch taktisches Fehlverhalten das Tor mitverschuldet. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und hatten vier gute Einschussmöglichkeiten, die leider nur für den Anschluss gereicht haben. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und alles versucht, um einen Punkt hierzubehalten.

Gotoku Sakai (HSV): Es ist sehr wichtig für uns, dass wir heute gezeigt haben, dass wir eine geschlossene Einheit sind. Nach dem 1:0 hatten wir zu viele Ballverluste, da ist Darmstadt etwas besser ins Spiel gekommen. Man heute auf dem Platz gesehen, dass jeder mit Titz weitermachen will. Die Trainerdiskussion hat keinen Sinn.

Eintracht-Profi Fabian im Kopfballduell mit Hamburgs Hunt
Aaron Hunt im Duell mit der Frankfurter Eintracht. Bild © Rhode/Storch

Aaron Hunt (Kapitän HSV): Wir haben es am Ende unnötig spannend gemacht und ein bisschen die Ordnung verloren. Wir haben jetzt drei Spiele nicht gewonnen, das ist in Hamburg schnell eine Krise. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir fast die jüngste Mannschaft der Liga sind. Da ist so etwas völlig normal.

Christian Titz (Trainer HSV): Ich bin heute ein Stück weit stolz auf die Mannschaft. Wenn du so einen Druck bekommst, kannst du den von so jungen Menschen wie in unserer Mannschaft nicht fernhalten. Wir haben das bis zur 80. Minute sehr gut gemacht, dann mussten wir noch zehn Minuten zittern. Ich wusste, dass eine Drucksituation entstanden ist. Ich hatte aber ein gutes Gefühl.