Lilien-Trainer Dirk Schuster war nach der 1:2-Niederlage bedient.
Lilien-Trainer Dirk Schuster war nach der 1:2-Niederlage bedient. Bild © Imago

Die Niederlage gegen Duisburg sorgt beim SV Darmstadt 98 für Ernüchterung. Während Trainer Dirk Schuster den Blick nach vorne richtet, hadert Tobias Kempe mit dem Unparteiischen. Die Stimmen zum Spiel.

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Die Aufbruchstimmung ist bei den Lilien wieder dahin. Nach dem Auswärtssieg beim FC St. Pauli gab es am Sonntag eine 1:2-Niederlage am Böllenfalltor. Ein umstrittener Freistoß kurz vor Schluss führte zum entscheidenden Treffer der siegreichen Duisburger (85.).

Dirk Schuster (Trainer Darmstadt): "Das war ein sehr kampfbetontes Spiel. Die Duisburger waren am Ende die glücklichere Mannschaft. Beide Mannschaften wollten drei Punkte mitnehmen. Wir hatten gute Einschussmöglichkeiten, der MSV aber auch. Nach dem 1:2 war es schwer für uns zurückzukommen. Wir müssen immer an unsere Leistungsgrenze gehen, um punkten zu können. Aber ich habe immer gesagt, dass es ein steiniger Weg wird, auf dem es Rückschläge geben kann. So einen haben wir heute erlebt."

Tobias Kempe: "Wie wir das Spiel gerade verloren haben, verstehe ich bis jetzt noch nicht. Das 1:2 ist für mich ein unfassbarer Gegentreffer. Dass ein Schiedsrichter Foul an sich selbst pfeift, das habe ich im Fußball noch nicht erlebt. Aber die Schiedsrichter stehen wohl über allem. Wir haben uns dennoch selbst zuzuschreiben, dass wir die Dinger vorne nicht gemacht haben. Trotzdem darfst du das Spiel so nicht verlieren, da musst du einen Punkt mitnehmen."

Ilia Grujev (Trainer Duisburg): "Das war das vierte Spiel in der Rückrunde und der dritter Sieg. Es ist nicht nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise, wie wir spielen. Wir wollen weiter so kontinuierlich punkten. Das war ein schweres Spiel. Darmstadt hat viel mehr Potential, als es der Tabellenplatz aussagt und einen erfahrenen Trainer. Sie sind in der Defensive stabiler geworden. Wir haben die Druckphasen überstanden und dann verdient gewonnen."

Stanislav Iljutcenko (Stürmer Duisburg): "Wir hatten am Ende noch eine Standardsituation. Der Ball kam lang in den Sechzehner. Ich weiß dann nicht, wer ihn köpft. Der Torwart hält ihn erst überragend, ich war dann aber ein bisschen reaktionsschneller, habe besser spekuliert und den Ball über die Linie gedrückt."

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SV Darmstadt 98 - MSV Duisburg 1:2 (1:1)

Darmstadt: Heuer Fernandes - Großkreutz, Bregerie, Sulu, Holland - Niemeyer (78. Stark), Medojevic (87. Rosenthal) - Kempe, Jones - Ji  -Platte (68. Boyd)  

Duisburg: Flekken - Hajri, Bomheuer, Nauber, Wolze - Fröde, Albutat - Engin, Stoppelkamp (90. Daschner) - Tashchy (73. Onuegbu), Iljutcenko (89. Bajic)   

Tore: 0:1 Engin (17.), 1:1 Ji (37.), 1:2 Iljutcenko (85.)

Gelbe Karten: Niemeyer, Medojevic, Ji - Bomheuer

Schiedsrichter: Koslowski (Berlin)
Zuschauer: 15.100                

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