Szene aus der Partie Darmstadt gegen Dresden
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Nach der Niederlage in Dresden hadert man bei Darmstadt 98 mit dem Spielpech. Doch neben Lattentreffern und abgefälschten Schüssen hat für Trainer Dirk Schuster auch die Zweikampfführung eine Rolle gespielt.

Darmstadt 98 hat am Samstag eine deutliche, aber trotzdem unglückliche Niederlage bei Dynamo Dresden kassiert. Erst gab es beim 1:4 nach nur drei Minuten Strafstoß für Dresden, Moussa Koné verwandelte sicher. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Marcel Heller (18.) erhöhten Patrick Ebert (55.) und Philip Heise (60.) für die Hausherren – und zwar jeweils mit abgefälschten Schüssen. In der Nachspielzeit traf Koné per Konter.

Marcel Heller: Erst mal fühlt sich das scheiße an, dass wir 1:4 verloren haben heute. Das Ergebnis ist vielleicht das eine oder andere Tor zu hoch, wenn man sieht, wie die Treffer entstanden sind. Zwei Mal abgefälscht, zwei Mal im hohen Bogen ins Tor geflogen. Das letzte Tor war auch vermeidbar. Wir hatten einen Freistoß an die Latte. Serdar Dursun trifft die Latte. Heute war das Spielglück eher auf Dresdner Seite. Jetzt müssen wir das Spiel so schnell wie möglich abhaken, denn am Dienstag geht es schon weiter.

Dirk Schuster beim Spiel in Dresden.
Dirk Schuster konnte nicht zufrieden sein. Bild © Imago

Dirk Schuster: Wir haben nach dem Schock durch den Elfmeter gut ins Spiel gefunden. Wir haben uns über Ballbesitz Selbstvertrauen geholt und dann auch den verdienten Ausgleich gemacht – insgesamt war es eine ordentliche erste Halbzeit. Wir wollten nach dem Seitenwechsel weiter sicher spielen und sind dann durch abgefälschte Bälle in Rückstand geraten. Insgesamt war es aber eher ein Grundsatzproblem, dass man von außen das Gefühl hatte, dass Dynamo gieriger in den Zweikämpfen war. Die Niederlage fuchst mich, da sie sich nicht gut anfühlt und auch unnötig war.

Marcel Franke: Es ist vermutlich jedem klar, dass ich mir die Rückkehr in meine Heimat anders vorgestellt habe. Wir sind mit dem Elfmeter sehr schlecht gestartet, haben uns dann aber ganz gut rausgekämpft. Nach der Pause waren wir gar nicht gut im Spiel. Sicherlich war bei den Treffern auch etwas Glück dabei, aber wir hatten in den Szenen keinen guten Zugriff. Wenn man so spielt, wird es schwer in Dresden. Die Treffer für Dynamo fallen glücklich, aber man muss es eben auch probieren.

Maik Walpurgis (Trainer Dresden): Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde und dass wir eine Energieleistung brauchen, um zu gewinnen. Die Mannschaft hat diese Energieleistung gezeigt, vor allem in der zweiten Halbzeit. Ich freue mich für Koné, dass er zwei Tore gemacht hat. Wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass zwei Teams mit ähnlichem Ansatz agieren. Die Energieleistung war ausschlaggebend und wir hatten das nötige Glück.