Tobias Kempe beim Eckball

Der SV Darmstadt 98 hat sich in den vergangenen beiden Spielen ein kleines Polster auf die Abstiegsränge angefuttert. Der Positivtrend ist eng mit Tobias Kempe verbunden. Das zeigt auch ein Problem der Lilien auf.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kempe: "Die Mannschaft hat ein kämpferisch gutes Spiel gemacht"

Tobias Kempe vom SV Darmstadt 98
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Nach dem 9. Spieltag stand der SV Darmstadt 98 noch auf dem vorletzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Der letzte und bis dato einzige Sieg wurde bereits am 2. Spieltag gegen Holstein Kiel eingefahren. Ein 1:0 auf St. Pauli und ein 1:0 gegen Erzgebirge Aue später sieht die Lage im Lilien-Land auf einmal gar nicht mehr so schlimm aus. Verantwortlich für den kleinen Aufwärtstrend ist Mittelfeldspieler Tobias Kempe.

Auf St. Pauli fand der Standardspezialist mit einer Ecke Victor Pálsson (80. Minute), gegen Aue den Kopf von Dario Dumic (86.). Zwei Ecken, sechs Punkte: So einfach kann Fußball sein. Als "Matchwinner" wollte sich Kempe nach dem jüngsten Erfolg aber nicht bezeichnen lassen. "Nein, weil die ganze Mannschaft heute ein kämpferisch gutes Spiel gemacht hat. Es war ein pures Kampfspiel, das zu unseren Gunsten ausgegangen ist", sagte der 30-Jährige auf eine entsprechende Frage des hr-sports. Er sei einfach "unheimlich glücklich", dass er erstmals in dieser Saison über die vollen 90 Minuten ran durfte.

Immerhin die Ergebnisse stimmen

Dass Trainer Dimitrios Grammozis plötzlich wieder auf den Darmstädter Scorer-König der vergangenen Jahre setzt, kommt nicht von ungefähr. Der Coach tauschte sich regelmäßig mit dem Spieler aus, erklärte ihm, warum er zuletzt oft nicht einmal auf der Bank saß und was er von ihm sehen möchte, damit er wieder mehr Spielzeit bekommt. "Der Tobi hat sich das nicht nur wegen den Standards, sondern auch wegen seiner Art, wie er in den letzten Wochen gearbeitet hat, verdient", gab Grammozis nun nach dem Aue-Spiel zu Protokoll.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel wird"

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis freut sich über einen wichtigen Sieg.
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Also Ende gut, alles gut? So einfach ist es leider nicht. Dass die Südhessen auf Kempes Standards angewiesen sind, spricht nicht gerade für die Spielweise der Lilien. Eigentlich wollte Grammozis aus einer stabilen Defensive mutig nach vorne spielen lassen. Gesehen hat man davon zuletzt nur wenig. Dank Kempes Eckbällen stimmen immerhin die Ergebnisse wieder.