SV Darmstadt 98 Tobias Kempe Serdar Dursun

Oft hat der SV Darmstadt 98 selbst in der Schlussphase Tore kassiert - in Karlsruhe war es endlich anders herum. Auch deswegen tut der Sieg den Lilien so gut. Für Matchwinner Tobias Kempe war es ein Zeichen der Moral.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nach rasanter Partie: Lilien mit Last-Minute-Sieg beim KSC

SV Darmstadt 98 Jubel KSC
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Markus Anfang kannte es in dieser Englischen Woche eigentlich anders. Am Spielende, so war es zumindest gegen Osnabrück oder St. Pauli, musste der Trainer des SV Darmstadt 98 den Journalisten späte Tore des Gegners erklären. Nun, beim 4:3 gegen den Karlsruher SC, war es endlich anders. "Nachdem es in letzter Zeit nicht so der Fall war, sind wir glücklich, diesmal am Ende das Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt zu haben", so der Lilien-Coach.

Es war eine wilde, rasante, furiose, aufregende, wechselhafte Partie, die die Südhessen im Wildparkstadtion in Karlsruhe erlebt hatten. Erst führten sie, dann lagen sie hinten, dann führten sie wieder, dann kassierten sie den Ausgleich - und trafen in der Nachspielzeit per Handelfmeter doch noch zu Führung. In diesem Spiel steckte Fußball für drei Begegnungen.

Schwächste Phase vor der Pause

Insgesamt war der späte Erfolg der Lilien nicht unverdient. Aufgrund der zweiten Halbzeit und der ersten Spielphase gehe "der Sieg in Ordnung", wie Anfang einordnete. Zu Beginn war Darmstadt das etwas bessere Team, doch nach dem frühen 0:1 durch einen glücklichen Kullerball des starken Tobias Kempe kämpfte sich der KSC mit enormem Einsatz in die Partie, erspielte sich eine Reihe hochkarätiger Chancen und ging mit 2:1 in Führung.

Das war nach der Partie auch Anfang bewusst, der über die schwächste Phase seiner Elf ehrlich zugab: "Wir müssen von Glück reden, dass der Gegner es vor der Halbzeit nicht zugemacht hat." Die Südhessen hätten gut und gerne auch mit einem 1:4 in die Halbzeit gehen können.

"Was für ein Spiel - unglaublich"

Das tat der KSC aber nicht, was die Lilien wieder ins Spiel brachte. Nach drei weiteren Treffern zum zwischenzeitlichen 3:3 war es dann Kempe, der die Partie mit einem umstrittenen Handelfmeter in der Nachspielzeit entschied.

Das Auf und Ab mit abschließendem Happy End zeige "die Moral der Mannschaft", sagte der Matchwinner nach der Partie und war nach dem Tore-Fest von Karlsruhe ganz begeistert: "Was für ein Spiel. Unglaublich." Da wollte ihm nach dieser Partie niemand widersprechen.