Markus Anfang

So langsam geht es auch beim SV Darmstadt 98 wieder los. Noch hat Trainer Markus Anfang auf dem Platz aber nichts zu tun - dafür umso mehr bei der Kaderplanung. Der neue Coach weiß, wo der Lilien-Schuh drückt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang über Darmstadt 98: "Das ist ein Traditionsverein"

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Noch steht er nicht auf dem Platz. Aktuell werkelt Markus Anfang, neuer Trainer des SV Darmstadt 98, im Hinterzimmer. Die Spieler des Zweitligisten trudeln in dieser Woche zwar schon für Leistungstests im Stadion am Böllenfalltor ein, erst am Samstag steigt aber die erste richtige Trainingseinheit. Zeit genug für Anfang, sich anderen Dingen zu widmen - wie der Kaderplanung. Denn hier sind noch einige Baustellen offen.

"Wir müssen am Kader etwas machen. Ich habe da auch klare Zusagen vom Verein", betont der neue Coach vor dem Start der Vorbereitung. Anfang weiß auch schon jetzt, wo der Lilien-Schuh besonders drückt. "Ein Problem ist noch die Innenverteidiger-Position. Auch auf der Sechser-Position müssten wir noch nachbessern. Ein Allrounder wäre hier nicht verkehrt", schildert der Ex-Köln-Coach detailliert.

Ein Innenverteidiger ist schon da

Auch wenn Anfang zudem gerne in der Offensive nachlegen würde, bleibt die größte Transfer-Baustelle der Lilien die Defensive. Kein Wunder, haben mit Dario Dumic, Nicolai Rapp und Yannick Stark gleich drei Defensiv-Eckpfeiler die Südhessen verlassen. Immerhin ein Neuzugang ist schon da: Lukas Mai wechelte aus der Bayern-Reserve ans "Bölle".

Seitdem hat sich noch nichts getan. Das hat auch einen Grund: Der Transfermarkt ist aktuell aufgrund der Corona-Pandemie kein Zuckerschlecken. "Es gestaltet sich schwierig, da bin ich ehrlich", so Anfang. Womöglich kommt erst zum Ende der Transferzeit Schwung ins Spieler-Karussell. Was aber nichts an den Problemen der Lilien ändert.

"Es wird Schlag auf Schlag gehen"

Sobald die Saison im September beginnt, wird es für die Lilien - wie für den gesamten Rest der Liga - so gut wie keine Pause und kaum Erholung geben. Corona und der damit veränderte Spielplan sei Dank. Die nächste Saison wird demnach einiges an Energie kosten.

"Es wird Schlag auf Schlag gehen", betont auch Anfang. "Dementsprechend muss der Kader aussehen. Diese hohe Belastung müssen wir verkraften." Und das geht am besten mit einem breiten Kader. Es darf im Hinterzimmer daher noch eifrig gewerkelt werden.