Tobias Kempe wird nach seinem Siegtor gegen Karlsruhe von seinem Torhüter Marcel Schuhen zum Jubel hochgehoben

Im vergangenen Jahr war Tobias Kempe der Scorerkönig beim SV Darmstadt 98. 2021 läuft es vor dem gegnerischen Kasten aber noch nicht wirklich rund. Da kommt Lieblingsgegner Karlsruhe eigentlich gerade recht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kempe über das Spiel gegen den KSC

Tobias Kempe vom SV Darmstadt 98
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Die Saison-Bilanz von Tobias Kempe liest sich eigentlich super: In 20 Zweitligaspielen hat der Mittelfeldspieler nicht nur acht Tore für den SV Darmstadt 98 erzielt, er hat dazu auch sieben Buden vorbereitet. In drei von vier Spielen, so könnte man es herunterbrechen, sammelt Kempe einen Scorerpunkt für die Lilien. Eine Bilanz, mit der er immer noch auf Platz fünf der gesamten Liga rangiert.

Auch wahr ist allerdings, dass es seit dem Jahreswechsel weitaus weniger gut läuft. Am 2. Januar – beim VfL Bochum – bereitete Kempe einen Treffer vor. Seither wartet der 31-Jährige auf eine Vorlage oder einen eigenen Treffer.

Jetzt kommt der Lieblingsgegner

Bei der unglücklichen 2:3-Niederlage auf St. Pauli fehlte nicht viel. Kempes Freistoß klatschte in der 47. Minute an die Latte. "Super wäre, wenn er reingegangen wäre. Von daher war er nicht so gut", schlussfolgerte der Standardspezialist.

Gegen den Karlsruher SC soll es am Freitag (18.30 Uhr) nach Möglichkeit besser laufen. Immerhin gehört der KSC zu den absoluten Lieblingsgegnern des Darmstädter Urgesteins, dessen Vertrag erst kürzlich um zwei Jahre verlängert wurde. Fünf Tore hat er gegen die Badener in seiner Karriere bereits erzielt. Gegen kein anderes Team hat er mehr geschossen.

Im Hinspiel an allen Toren beteiligt

Beim 4:3-Sieg im Hinspiel war Kempe der unumstrittene Spieler des Spiels, schoss zwei Tore selbst und bereitete die anderen beiden vor. An das Spiel selbst erinnert er sich aber vor allem deshalb gerne, weil die Lilien den Platz auch als Sieger verlassen haben. "Dadurch, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte und wir gewinnen konnten, war das natürlich super."

Waren die Karlsruher noch schwach in die Saison gestartet, stehen sie inzwischen auf einem starken fünften Platz. "Das wird ein brutales Spiel", warnt Kempe, ist sich aber sicher: "Wir müssen hinten alles wegverteidigen und vorne konsequent sein, dann gewinnen wir das Spiel." Ob er mit einem Tor oder einer Vorlage wieder seinen Teil dazu beitragen kann, ist für ihn dabei nur sekundär.