Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis

Nach 16 Monaten geht die Zeit von Dimitrios Grammozis bei Darmstadt 98 zu Ende. Beim designierten Aufsteiger aus Stuttgart werden auch zwei verdiente Spieler der Lilien ihren Abschied feiern.

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Dimitrios Grammozis auf einer Pressekonferenz der Lilien
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Wehmut sei natürlich dabei, bekannte Trainer Dimitrios Grammozis über seinen bevorstehenden Abschied vom SV Darmstadt 98. Dabei gehe es ihm vor allem um die Spieler, zu denen er ein enges Verhältnis aufgebaut habe. "Ich selbst bin da nicht so wichtig." Am Sonntag sitzt Grammozis im Saisonfinale beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr) zum letzten Mal auf der Lilien-Bank.

Die 16 Monate in Darmstadt seien eine "sehr schöne und erfolgreiche Zeit" gewesen, betonte Grammozis. Mannschaft und Trainerteam hätten immer besser harmoniert. Da hätte in den kommenden Jahren etwas wachsen können. "Deswegen wollten wir länger bleiben. Der Verein hatte da andere Vorstellungen, was auch okay ist", erklärte Grammozis.

Grammozis will "erstmal zur Ruhe kommen"

Ende Februar scheiterten die Vertragsverhandlungen, nachdem der Verein dem Trainer nur einen Einjahresvertrag angeboten hatte. Wie es für ihn weitergeht, lässt Grammozis offen. Er müsse erstmal zur Ruhe kommen. Auf Nachfrage schloss er aber nicht aus, dass er zeitnah bei einem anderen Verein anheuern werde. "Vielleicht habe ich ja schon", sagte er lachend.

Neben Grammozis verlassen auch zwei verdiente Spieler den Verein: Marcel Heller und Yannick Stark. Wohin es für die beiden Akteure geht, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Heller hatte im Winter angedeutet, dass ihn die USA reizen würden. Der Flügelflitzer war 2013 zu den Lilien gestoßen, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Mannschaft zweimal aufstieg und 2016 den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffte. Nach einem Intermezzo beim FC Augsburg kehrte er 2018 zurück. In der laufenden Saison verlor er - mittlerweile 34 Jahre alt - seinen Stammplatz.

Stark "Härtefall" im zentralen Mittelfeld

Stark ist der einzige gebürtige Darmstädter im Stammkader und deswegen für viele Fans eine Identifikationsfigur. Er stand seit Winter 2015 ununterbrochen unter Vertrag, war zwischenzeitlich aber für eine Spielzeit an den FSV Frankfurt ausgeliehen. Dass der 29-Jährige gehen muss, bezeichnete Sportchef Carsten Wehlmann als Härtefall und verwies auf die Sparzwänge und das Überangebot im zentralen Mittelfeld.

Auch wenn es in der Partie beim designierten Aufsteiger Stuttgart für die Hessen quasi um nichts mehr geht, strebt Grammozis einen Sieg an. "Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen möchten", sagte er. Fraglich ist der Einsatz von Angreifer Felix Platte wegen muskulärer Probleme. Immanuel Höhn ist nach seinem Sprunggelenkbruch wieder im Training. Ob es für einen Platz im Kader reicht, ist aber offen.

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