Serdar Dursun SV Darmstadt 98 Jubel

Dursun, Dursun, Dursun, Dursun: Der SV Darmstadt 98 schlägt Heidenheim dank eines Torjägers in der Form seines Lebens - und kann nun sogar noch die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte spielen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien schlagen Heidenheim dank Viererpacker Serdar Dursun

SV Darmstadt 98 Serdar Dursun
Ende des Audiobeitrags

Der SV Darmstadt 98 hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 5:1 gewonnen. Die frühe Gasteführung durch Oliver Hüsing (13.) konnte Nicolai Rapp schnell ausgleichen (18.). Der Lilien-Torjäger vom Dienst, Serdar Dursun, drehte die Partie noch vor der Pause zugunsten der Hessen (40.) und machte nach der Pause (54./59./83.) alles klar.

Es ging für beide Teams zwar nur noch um die Goldene Ananas, dennoch entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie mit zwei engagierten und aktiven Mannschaften. Heidenheims Christian Kühlwetter prüfte früh Marcel Schuhen (2.), auf der Gegenseite setzte Christian Clemens einen Freistoß knapp übers Tor (5.).

Heidenheimer Slapstick-Tor, Rapp antwortet

Die Heidenheimer wirkten zu Beginn ein Mü engagierter, bei ihrem Führungstreffer war allerdings auch eine ordentliche Portion Glück dabei. Eine Ecke verlängerte Dennis Thomalla im Lilien-Strafraum, der überraschte Hüsing bekam den Ball aus kurzer Distanz an die Wange – und köpfte eher unfreiwillig ein (13.).

Die Lilien schüttelten sich kurz – und antworteten umgehend. Auf der linken Seite hatte Fabian Holland viel Zeit und noch mehr Raum, seine perfekte Halbfeldflanke fand Rapp in der Mitte, der sich gegen Jonas Föhrenbach durchsetzte und zum Ausgleich einköpfte (18.).

Und dann kam Dursun...

Das Spiel blieb auf ansehnlichem Niveau und wäre vielleicht länger auf Augenhöhe geblieben, wenn nicht die Lilien einen Dursun in der Form seines Lebens hätten. Erst verwertete Dursun eine weitere Holland-Flanke aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung (40.). Nach der Pause zeigte der 29-Jährige weiter eindrücklich, warum die Clubs bei ihm Schlage stehen.

Einen feinen Steckpass von Clemens nahm Dursun an, umkurvte den Keeper, schlug einen weiteren Haken um den am Boden liegenden Torwart und schob dem letzten Abwehrspieler den Ball durch die Beine ins Tor – 3:1 (54.). Nur fünf Minuten später war Dursun erneut zur Stelle. Einen Zuckerpass von Palsson legte Mehlem volley quer, Dursun verwertete eiskalt zum 4:1 (59.).

Kurs Torjägerkanone

Doch damit nicht genug: Ein abgefälschter Schuss von Palsson landete vor den Füßen Dursuns, der den Keeper umkurvte und lässig einschob (83.) - man hätte sich in diesem Moment ein volles Stadion gewünscht, einen besseren Abschied wie Dursun in seinem wohl letzten Lilien-Heimspiel kann es eigentlich nicht geben.

Und so geht es am kommenden Wochenende doch um etwas mehr als die Goldene Ananas. Denn einerseits können die Lilien mit einem weiteren Sieg die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte spielen. Andererseits geht es um die Torjägerkanone für Dursun, der mit 25 Toren nun alleine auf Platz eins der Torjägerliste steht. Sie wäre ihm nicht nur nach diesem Sahnetag absolut zu wünschen.

Weitere Informationen

Darmstadt 98 – 1. FC Heidenheim 5:1 (2:1)

Darmstadt: Schuhen - Bader (79. Herrmann), Mai, Höhn, Holland - Palsson, Rapp – Clemens (87. Crosthwaite) , Mehlem (79. Campo), Honsak (73. Berko) – Dursun (87. Arslan)
Heidenheim: Eicher - Busch (46.Rittmüller), Mainka, Hüsing, Föhrenbach - Geipl, Schöppner (60.Schimmer), Pick (60.Schnatterer), Thomalla (75.Stark), Kühlwetter (46.Mohr) - Kleindienst

Tore: 0:1 Hüsing (12.), 1:1 Rapp (18.), 2:1 Dursun (40.), 3:1 Dursun (54.), 4:1 Dursun (59.), 5:1 Dursun (84.) Gelbe Karten: Mainka, Kleindienst

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg)

Ende der weiteren Informationen