SV Darmstadt 98 Magdeburg

Eine Halbzeit lief beim SV Darmstadt 98 in Magdeburg beinahe nichts zusammen. Dann endlich begannen die Lilien zu fighten - und das Spiel ein wenig umzustellen. Mit Erfolg.

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Es war ja nicht so, als hätte Markus Anfang es nicht gewusst. Magdeburg, betonte der Trainer des SV Darmstadt 98 schon vor der Partie, sei kein klassisches Erstrunden-Los. Recht hatte er. Beim 3:2-Erfolg der Lilien in der Verlängerung am Sonntag beim Drittligisten mussten die Südhessen reichlich zittern - was vor allem an einer verkorksten ersten Halbzeit lag.

"Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen", urteilte Anfang nach der Partie so schonungslos wie richtig, "und sind zurecht in Rückstand geraten". Bereits nach 26 Minuten lagen die Darmstädter mit 0:2 hinten. Der Underdog aus Magdeburg, der ja dann doch kein wirklicher Underdog war, war den Lilien in beinahe allen Belangen überlegen. "Der FCM war in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft", so das deutliche Urteil von Trainer Anfang.

Mit langen Diagonalbällen zum Erfolg

Das bedeutete: Kursänderung - und zwar flott. "Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen angesprochen. Das ist dann auch aufgegangen", erklärte Anfang. Was nun vor allem gut funktionierte: lange Diagonalbälle hinter die Abwehrkette. Schon im ersten Abschnitt war dieser taktische Kniff zu erkennen, nun führte er zum Erfolg. Alle drei Lilien-Treffer in Magdeburg vielen nach diesem Schema.

Dazu kam: Die Südhessen nahmen endlich an, worum es bei einem Pokalabend bei einem ambitionierten Drittligisten geht. "Die Jungs haben gefightet. Das war auch bitter notwendig", erkannte auch Anfang. Der Gastgeber aus Magdeburg musste zudem besonders in der Verlängerung ein wenig dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, was die Lilien eiskalt ausnutzten. Kurzum: "Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir es können."

"Ein Kompliment an die Jungs"

So konnte man aus Lilien-Sicht am Ende sagen: Mund abwischen, zweite DFB-Pokal-Runde mitnehmen. Oder wie es der Trainer ausdrückte: "Das Spiel hier zu drehen, ist nicht so einfach. Daher ein Kompliment an die Jungs. Hier zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit." Genau das wusste Markus Anfang ja aber auch schon vorher.