Jannik Müller will bei Darmstadt 98 Führungsfigur werden.

Darmstadt 98 hat mit Jannik Müller einen echten Typen verpflichtet. Der Abwehrmann blickt auf eine spannende Zeit in der Slowakei zurück und will sich als Führungsspieler bei den Lilien langfristig durchsetzen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Darmstadt 98 holt Defensivmann Müller

Jannik Müller
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Jannik Müller ist nach einem Jahr in der Slowakei beim dortigen Vizemeister Dunajska Streda wieder zurück in Deutschland. Darmstadt 98 hat den Abwehrmann für drei Jahre unter Vertrag genommen, das Abenteuer hat der 27-Jährige ganz bewusst beendet. Er wollte auch aus prviaten Gründen zurück in die Heimat, die Familienplanung rückt immer mehr in seinen Fokus.

Müller will in Darmstadt Führungsspieler werden

Die Zeit in Streda hat Müller geprägt. Er will in Darmstadt in die Führungsrolle hineinwachsen, die Mannschaft führen. "Das liegt auch an der Position. Als Innenverteidiger hat man das Spiel vor sich und muss viel kommunizieren. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich mir auf die Fahne geschrieben habe", erklärt Müller.

Der Abwehrmann orientiert sich dabei an der obersten Kategorie des europäischen Fußballs. Seine Vorbilder? "Als ich noch Jugendspieler war, da war es Gerard Piqué. Später wurde es Raphael Varane von Real Madrid. Sie verkörpern das, was ich gerne spielen würde."

Vorbilder Piqué und Varane

Einen Piqué oder Varane haben die Lilien zwar nicht verpflichtet. Doch mit Müller konnten sich die Südhessen einen 92-fachen Zweitligakicker, der die Liga genauestens kennt, sichern. Und sie bekommen einen echten Typen, den die Zeit in der Slowakei geprägt hat.

"Wir hatten ein deutsches Trainerteam. Bernd Storck wollte mich als erfahrenen Spieler haben", führte Müller aus. Der Club wollte vor allem junge Spieler ausbilden, "Ajax Amsterdam ist das große Vorbild. Dafür haben sie auch ein unfassbares Trainingsgelände gebaut."

Tolle Erfahrung bei Reise nach Island gesammelt

Das Ziel von Streda sei die regelmäßige Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Mit Müller in der Abwehr war in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League Schluss. Zuvor setzte sich das Team bei Hafnarfjördur (2:0) und gegen Jablonec (5:3 n.V.) durch. Erst gegen Linz (0:7) wurden die Grenzen aufgezeigt.

Vor allem die Reise nach Island blieb ihm in Erinnerung: "Wir sind drei Tage vorher nach Rejkjavik geflogen und haben uns dort akklimatisiert. Das war eine coole Erfahrung." Müller habe neue Erfahrungen gesammelt und andere Sichtweisen kennengelernt, die er nicht missen möchte.

Müller sieht Darmstadt als Top-sechs-Club

Die Vorfreude auf die kommende Zweitliga-Saison ist ihm anzumerken. Hamburger SV, Schalke 04, Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg, Ex-Club Dynamo Dresden oder Hansa Rostock - es wird nicht umsonst von der "stärksten zweiten Liga" gesprochen.

Müller jedenfalls will sich nicht verstecken und sendet ein Statement: "Darmstadt ist ein richtig, richtig guter Club, der zu den Top sechs oder sieben in der zweiten Liga zählt." Dies gilt es in einem echten Haifischbecken zu beweisen.