Immanuel Höhn gegen den HSV

Die Lilien verlieren aktuell schöner als in der vergangenen Saison. Doch das Motto "Viel Aufwand, wenig Ertrag" lässt den Vorsprung auf die Abstiegsplätze zusammenschmelzen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Darmstadt 98: Die Abstiegszone rückt näher

Lilien-Mannschaft nach Niederlage in Heidenheim
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Eigentlich ist es aktuell nach jedem Lilien-Spiel das gleiche. Irgendwann fällt der Satz "Es war mehr drin heute". So auch nach der neuerlichen 0:3-Niederlage in Heidenheim, bei der Darmstadt 98 in der ersten Halbzeit mindestens ebenbürtig war. Die Lilien zeigen in der aktuellen Saison bis auf wenige Ausnahmen stets ordentliche bis gute Leistungen, stehen am Ende nach vielen vergebenen Torchancen aber oft mit leeren Händen da. Das Team von Trainer Markus Anfang ist damit nur noch vier Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz entfernt.

"Wir wissen natürlich, dass 18 Punkte nach 16 Spieltagen nicht für uns sprechen", sagte Verteidiger Immanuel Höhn am Montagmittag. Trotzdem ist der Optimismus ungebrochen. "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den Leistungen, die wir zeigen, die Siege einfahren werden." Eigentlich hätte man mit der Art und Weise, wie man auftrete "weit über 20 Punkte holen müssen". Blau-Weiß denkt positiv.

Und so ist die Stimmung aktuell wesentlich besser als vor einem Jahr. Auch damals standen die Lilien nach dem 16. Spieltag vier Punkte von der Abstiegszone entfernt, der damalige Trainer Dimitrios Grammozis stand in der Kritik. Ihre Punkte ergatterten die Lilien der vergangenen Saison oft glücklich. In dieser Spielzeit verlieren sie sie unglücklich. Man weiß nicht, was besser oder schlechter ist.

Rätselraten um die Gründe der Ergebnis-Krise

Verteidiger Höhn ist dagegen sicher, dass sich die aktuell ansprechenden Leistungen der Lilien über kurz oder lang durchsetzen werden. Trotzdem hat man das Gefühl, dass in Darmstadt keiner genau weiß, warum die Blau-Weißen keine Spiele mehr gewinnen. "Wir sind nicht konstant genug", hatte Trainer Anfang nach dem 0:3 in Heidenheim analysiert.

Während sich die Darmstädter Abwehr nach der Verletzungsserie zum Anfang der Saison mittlerweile stabilisiert hat, macht die Offensive zunehmend Sorgen. Nachdem die Lilien in dieser Saison anfangs einfach zu viele gute Torchancen versiebten, wurde zuletzt auch die Anzahl der Einschuss-Möglichkeiten geringer. "Wir haben im Moment Schwierigkeiten, auf dem Platz ins Angriffs-Drittel rein zu kommen. Uns fehlt ein bisschen die Durchschlagskraft", so Höhn.

Dazu kommt die Verletzung von Torjäger Serdar Dursun. Der von anderen Vereinen umworbene Stürmer leidet unter den Folgen eines Muskelfaserrisses. Bis zum nächsten Darmstädter Spiel am Sonntag gegen den Bayern-Besieger Holstein Kiel wird die Zeit für Dursun wahrscheinlich nicht reichen. Doch der Optimismus geht den Lilien trotzdem nicht verloren. "Wir können jeden Gegner schlagen", sagt Höhn. Langsam wird es wieder Zeit.