Rüdiger Fritsch, Präsident des SV Darmstadt 98.

Seit dem Sieg in Köln ist es klar: Der SV Darmstadt 98 spielt auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Das bedeutet für die Lilien auch frühe Planungsicherheit. Präsident Rüdiger Fritsch möchte den Kader aber nur punktuell verstärken.

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hesa
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Die Rückfahrt wurde feucht-fröhlich. Es gab ja auch genügend zu feiern. Durch den 2:1-Sieg beim 1. FC Köln hat der SV Darmstadt 98 den vorzeitigen Klassenerhalt gefeiert - und das wurde auf der 215 Kilometer langen Strecke auch ausgiebig begossen. "Wir hatten schon schlechtere Rückfahrten", erklärte Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch, der nach dem Erfolg aber nicht nur im Party-Modus war. Der 57-Jährige blickt gegenüber dem hr-sport direkt nach vorne: "In der nächsten Saison muss es einen Schritt nach vorne gehen." Das Rezept dafür: wenig Veränderung und punktuelle Verstärkung.

Die Voraussetzungen dafür sind gut. Die Lilien wissen im Gegensatz zur vergangenen Saison frühzeitig, in welcher Liga sie antreten und können dementsprechend planen. "Die Überlegungen fangen jetzt schon an", führt Fritsch daher aus, fügt aber auch hinzu: "Es wird keinen Riesen-Umbruch geben." Die Mannschaft steht in weiten Teilen und hat in der Rückrunde in den vergangenen Partien auch spielerisch überzeugt.

14 Punkte in acht Spielen unter Grammozis

Fritschs Planungen sehen daher so aus: "Wir haben annähernd alle Spieler unter Vertrag. Es geht darum, die Mannschaft punktuell zu verstärken." Dafür zuständig: Carsten Wehlmann. Der neue Sportliche Leiter der Lilien ist Teil der Umstrukturierung der Südhessen im sportlichen Bereich. Nun wird die Kompetenz auf mehrere Schultern verteilt. Wehlmann hatte nach der Entlassung von Ex-Coach Dirk Schuster bereits dessen Nachfolger Dimitrios Grammozis installiert.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Bin total stolz auf die Jungs"

Dimitrios Grammozis
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Nicht die schlechteste Entscheidung. "Carsten und sein Team haben sich beim Aussuchen des Kandidaten Mühe gegeben. Diese Mühe hat sich gelohnt", so Fritsch. Grammozis holte in acht Spielen 14 Punkte. Darunter waren auch zwei Auswärtssiege in Hamburg und Köln. Das Fazit vom Lilien-Präsidenten: "Dimi hat es mit seinem Team sehr schnell geschafft, unsere Darmstadt-DNA aufzunehmen und das mit seinen eigenen Vorstellungen zu kombinieren. Dazu haben es die Spieler sehr schnell aufgenommen. Das ist gerade ein sehr guter Mix."

Keine "wilden Ziele" in Darmstadt

Genau mit diesem Mix und punktuellen Verstärkungen soll es auch in der neuen Saison aufwärts gehen. Nur: Wohin genau? Ganz nach oben? Trotz aller Feier-Euphorie bleibt der Lilien-Präsident bei diesem Thema aber komplett nüchtern: "Es wird mir niemand entlocken, dass ich irgendwelche wilden Ziele nenne."