Regensburg bejubelt das 2:0. Ein Darmstädter lässt den Kopf hängen.

Der SV Darmstadt 98 hat das erste Spiel der neuen Zweitliga-Saison verloren. Gegen Jahn Regensburg hielten die arg von Corona geschwächten Südhessen nur 20 Minuten lang mit.

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Darmstadt-Regensburg
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Der SV Darmstadt 98 hat zu Beginn der neuen Saison eine Heimniederlage kassiert. Gegen Jahn Regensburg verlor die Mannschaft von Neu-Trainer Torsten Lieberknecht am Samstag mit 0:2 (0:1). Sarpreet Singh erzielte den Führungstreffer für die Gäste (21. Minute). Benedikt Gimber sorgte nach dem Seitenwechsel per Sonntagsschuss für die Entscheidung (61.).

Corona als Party-Crasher

Den Saisonstart hatten sich die Lilien sicherlich anders vorgestellt. Zum 100. Geburtstag des Stadions am Böllenfalltor, sollte vor etwas mehr als 4.000 Zuschauern der Beginn der neuen Spielzeit ordentlich gefeiert werden. Nachdem Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu unter der Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurden, musste dann aber zahlreiche Spieler in Quarantäne. Damit die Saisonpremiere gegen Regensburg überhaupt stattfinden konnte, waren die Südhessen gezwungen, ihren Kader mit einigen U19-Spielern aufzufüllen. "Aufgrund unserer Personalsituation wussten wir, dass es auf Dauer ein schwieriges Spiel werden wird", sagte Lieberknecht nach Spielende.

Dafür, dass die Darmstädter personell arg gebeutelt waren, kamen sie gut ins Spiel. Vor allem Neuzugang Benjamin Goller und Erich Berko erwiesen sich als Aktivposten. Letzterer hatte auch die beste Chance in der Anfangsphase, scheiterte mit seinem Schuss aber am Innenpfosten (12.).

Bei Standards verwundbar

In der Defensive wirkte Darmstadt hingegen oft ein wenig fahrig. Im Aufbauspiel leistete sich die Verteidigung um die Neuzugänge Lasse Sobiech und Jannik Müller erstaunlich viele Fehlpässe. Insbesondere nach Standardsituationen schien der SV 98 in Halbzeit eins verwundbar.

Retrospektiv betrachtet war es nicht verwunderlich, dass die Regensburger Führung aus einem Einwurf resultierte. Die Lilien bekamen einen ebensolchen nicht aus der Gefahrenzone. Der Ball fiel Singh vor die Füße, der dem heraushechtenden Morten Behrens auswich und ins leere Tor traf (21.). Nur acht Minuten später war Andreas Albers nach einem Steckpass frei durch, doch Behrens machte sich breit und verhinderte so den Doppelschlag.

Eine ziemlich verregnete Angelegenheit

Die Führung spielte dem Jahn klar in die Karten, der nach und nach die Kontrolle übernahm und hinten sicher stand. Darmstadt fehlten im letzten Drittel die Ideen, das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Quasi aus dem Nichts hämmerte dann Gimber einen Ball aus 20 Metern in den Winkel (61.). Es war der vorzeitige Knockout für die Hausherren. Auch deshalb, weil Lieberknecht schlicht die Alternativen fehlten, um personell noch einmal nachzulegen.

Immerhin: Die treuen Lilien-Fans nutzten die letzte halbe Stunde, um ihre Mannschaft aufzubauen. Immer wieder schallten Anfeuerungsrufe durch das Stadion am Böllenfalltor. Die Vereinshymne "Die Sonne scheint" wurde – wohl zur Freude von Lieberknecht – nicht nur einmal angestimmt. Insgesamt war der 100. Geburtstag am Bölle aber doch eine ziemlich verregnete Angelegenheit.  

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Darmstadt 98 – Jahn Regensburg  0:2 (0:1)

Darmstadt: Behrens - Bader, Sobiech, Müller, Holland – Karic (84. Riedel), Schnellhardt - Goller, Honsak - Berko (72.Sesay), Tietz                                 

Regensburg: Meyer - Saller (72.Nachreiner), Breitkreuz, Kennedy, Guwara (38.Beste) – Besuschkow (90.+1 Zempelin), Gimber – Faber, Singh (90.+1 Boukhalfa) - Albers, Otto (90.+1 Becker)                  

Tore: 0:1 Singh (21.), 0:2 Gimber (61.)
Gelbe Karten: Berko, Karic, Lieberknecht (Trainer)/-               

Schiedsrichter: Winter (Hagenbach)    
Zuschauer: 4.200                       

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