Profis des SV Darmstadt 98 nach dem Sieg beim FC St. Pauli

Die Negativ-Serie des SV Darmstadt 98 ist beendet, gegen den FC St. Pauli feierten die Lilien den zweiten Saisonsieg. Die Erleichterung bei den Südhessen ist groß, die Hoffnung auf die endgültige Wende auch.

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zum Video Höhn: "In der ganzen Mannschaft ist eine Last abgefallen"

Immanuel Höhn, SV Darmstadt 98
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Es war ja nicht so, dass kein Druck auf dem Kessel gewesen wäre. Eine Niederlage oder ein Remis beim FC St. Pauli und beim SV Darmstadt 98 wäre die Stimmung im Keller gewesen - mit offenem Ausgang für manche Beteiligte. Es kam anders. Die 80. Minute am Millerntor, der lange verschmähte, dieses Mal aber eingewechselte Tobias Kempe tritt an zur Ecke, Victor Palsson köpft - 1:0. Was gleichzeitig auch der Endstand war und bei Lilien-Coach Dimitrios Grammozis ordentlich Last abfallen ließ. "Wir sind sehr erleichtert", bekannte der 41-Jährige.

Es wurde aber auch Zeit. Seit dem 2. Spieltag hatten die Südhessen kein Spiel mehr gewonnen, rutschten dadurch tief in die Absteigszone. Wie es ist, ein Spielfeld als Sieger zu verlassen, wurde ein Fremdgefühl für den SVD. "Das war natürlich eine riesige Erleichterung nach den letzten Wochen. Das hat richtig gut getan. Man hat gespürt, dass in der Mannschaft eine Last abgefallen ist", schilderte Verteidiger Immanuel Höhn die Gefühlslage nach dem Abpfiff gegenüber dem hr-sport.

"Das hat wahnsinnig gut getan"

Besonders auch deswegen, da die Lilien in den letzten Wochen einiges liegen gelassen hatten. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Darmstädter entweder knapp besiegt oder hätten bei einem Remis auch gewinnen können. "Wir haben uns in den letzten Wochen nicht mit Punkten belohnt. Die Art und Weise, wie sich die Mannschaft da präsentiert hat, war aber bereits gut", betonte daher auch Grammozis.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Wir haben dran geglaubt"

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis
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Beim FC St. Pauli war - Ironie der Geschichte - der SVD nicht wirklich die bessere Mannschaft. Der Sieg war zwar nicht unverdient, über ein Remis hätte sich bei den Lilien aber auch niemand beschweren können. Was der Freude freilich keinen Abbruch tat. "Es war wichtig, wieder das Gefühl zu haben zu gewinnen. Man spürt, dass das wahnsinnig gut getan hat", so Höhn.

Weiter nur drei Punkte vor Rang 18

Und dennoch: Die 98er befinden sich trotz des Sieges weiter in der Gefahrenzone. Die Lilien und den SV Wehen Wiesbaden auf dem letzten Rang trennen lediglich drei Punkte. Die Hoffnung der Südhessen ist nun aber, dass der Sieg im fernen Norden eine Initialzündung gewesen war.

"Wir hoffen alle, dass uns das einen Schub gibt", erklärte Höhn. Sein Trainer ist da schon deutlich optimistischer gestimmt: "Wir können jetzt positiver in die Zukunft schauen." Was so ein einzelner Sieg nicht alles bewirken kann.