Torsten Lieberknecht

Gegen den FC Ingolstadt will Lilien-Coach Torsten Lieberknecht den ersten Sieg der Saison. Das Corona-Lazarett lichtet sich, auch die Einstellung stimmt. Jetzt muss der SV Darmstadt 98 "die Nuss weiter bohren".

Seinen Einstand als Lilien-Trainer hat sich Torsten Lieberknecht sicherlich anders vorgestellt: drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte in der Liga und ein Erstrundenaus im Pokal. So etwas würde man wohl Horror-Start nennen - unter normalen Umständen.

Aber normal ist beim SV Darmstadt 98 in der noch jungen Saison 2021/22 nicht viel. Corona-Infektionen noch und nöcher, Verletzungen und Quarantäne, fehlende Leistungsträger, die Spiele bestritten die tapferen Lilien mit ziemlichen Rumpftruppen. Entsprechend haben die drei Niederlagen keine große Aussagekraft. Außer jener vielleicht, dass die Moral der Mannschaft intakt ist. "Die Mannschaft lebt total und hat das Herz am richtigen Fleck", so Lieberknecht auf der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel gegen den FC Ingolstadt (Sonntag, 13.30 Uhr).

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Kempe, Berko und Honsak haben die Quarantäne verlassen

In der Tat waren die Leistungen - gemessen an den Umständen - durchaus akzeptabel. Und: Die Reihen im Lazarett lichten sich: Tobias Kempe, Erich Berko und Mathias Honsak haben die Corona-Quarantäne verlassen und könnten gegen den ebenfalls noch punktlosen FCI dabei sein. Auch wenn Lieberknecht einschränkt: "Wir haben noch viele Spieler, die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind."

Trotzdem sei es ein gutes Gefühl, die Spieler nach und nach wieder dabei zu haben, so Lieberknecht. Ob das Trio am Spieltag im Kader stehe, werde am Wochenende entschieden. "In Absprache mit der medizinischen Abteilung werden wir genau abwägen, ob wir sie noch draußen lassen oder sie direkt am Sonntag schon reinwerfen."

"Wir müssen mit Beharrlichkeit die Nuss weiter bohren"

Definitiv ausfallen werden Lasse Sobiech (muskuläre Probleme) und Frank Ronstadt sowie Steve Kroll (Kapselverletzung). Jannik Müller, der unter der Woche wegen eines grippalen Infekts pausieren musste, ist einsatzbereit. Ein bisschen improvisieren muss Lieberknecht also weiterhin.

Umso wichtiger ist die Marschroute: "Wir müssen mit Beharrlichkeit die Nuss weiter bohren, die wir bohren müssen, und weiter so hart arbeiten, wie wir es aktuell tun", so Lieberknecht. "Das Engagement der Mannschaft ist absolut lobenswert."

"Wir müssen uns wehren"

Über Kampf und Leidenschaft ins Spiel finden also, eine der Grundtugenden der Lilien. "In der Liga sind wir die Mannschaft, die bislang am meisten gefoult hat - auch wenn man nicht jedes Foul hätte pfeifen müssen", so Lieberknecht grinsend. "Es gehört dazu, dass wir eine gewisse körperliche Präsenz an den Tag legen. Wir brauchen diese physische Härte auch am Sonntag gegen Ingolstadt. Wir müssen uns wehren."

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