Lasse Sobiech kam im Sommer nach Darmstadt.

Der im Sommer geholte Lasse Sobiech fühlt sich bei Darmstadt 98 äußerst wohl. Wird der Wandervogel bei den Südhessen sesshaft?

Die Liste der Profivereine ist lang bei Lasse Sobiech. Der SV Darmstadt 98 ist der achte Verein in den vergangenen elf Jahren, der Abwehrmann spielte für Borussia Dortmund, den FC St. Pauli, Hamburger SV, Greuther Fürth, 1. FC Köln, Royal Mouscroun und zuletzt den FC Zürich. Wandervogel wird so etwas gemeinhin genannt. "Ich will Veränderungen, um zu spielen. Deswegen gab es vielleicht eine Station mehr", ordnete der frühere U21-Nationalspieler seine Vita am Freitag ein.

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Lasse Sobiech
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Sobiech sieht "Ausrufezeichen" gegen Hannover"

Nun also Darmstadt 98. Nach einem "absoluten Scheißstart", als der Klub coronageplagt die ersten drei Pflichtspiele verlor, schlägt das Pendel inzwischen in die richtige Richtung aus. "Es ist ein Ausrufezeichen, wenn man Hannover mit 4:0 schlägt", blickte Sobiech zufrieden auf den vergangenen Spieltag zurück.

Nach sieben Zähler gegen den FC Ingolstadt, beim Hamburger SV und nun gegen die Niedersachsen ist die anfängliche Skepsis und Unruhe wie weggeblasen. Zwölf Treffer in diesen drei Partien sprechen zudem für die Offensiv-Qualitäten des Teams.

Vertragsverlängerung kein Tabuthema

"Die Mannschaft ist heiß und geil auf Erfolg", stellte Sobiech fest. Und dem 30-Jährigen scheint es großen Spaß in seiner neuen sportlichen Heimat zu machen. Nach kurzer Verletzungspause sorgte er mit für das erste zu Null seit dem 14. Februar gegen Osnabrück.

Obwohl Sobiech noch gar nicht so lange da ist, befindet er sich bereits im engen Austausch mit den Verantwortlichen, eine Verlängerung des 2022 auslaufenden Vertrags ist kein Tabuthema: "Wenn es super läuft, dann ist der Plan, länger als ein Jahr zu bleiben." Wird da einer, der sich seit Jahren auf Reisen befindet, etwa sesshaft?

"'Gude' habe ich noch nie gehört"

Sobiech zieht an diesem Wochenende in die Darmstädter Innenstadt, räumt seine Wohnung in Zürich aus. Der in Westfalen geborene Abwehrmann musste sich nach seiner Ankunft in Darmstadt durchaus mit neuen Dingen auseinandersetzen: "Die Sprache fällt hier natürlich auf. Auch die Weingüter in der Umgebung wurden mir ans Herz gelegt. Das 'Gude' habe ich auch noch nie gehört." Doch offenbar scheint es genau den richtigen Nerv des Hünen zu treffen.