Torsten Lieberknecht feiert mit den Lilien-Spielern.

Selbst in Unterzahl spielt Darmstadt forsch nach vorne. Das beruhigt die Nerven von Trainer Torsten Lieberknecht. Vor der Partie in Heidenheim lässt er sogar auf einem besonderen Platz trainieren.

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Audioseite Lieberknecht: "Heidenheim ist eine sehr laufstarke Mannschaft"

Torsten Lieberknecht
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Die gute Nachricht für Torsten Lieberknecht ist: Er hat derzeit einen ruhigen Schlaf. Die schlechte: So kommt er in seiner Entscheidungsfindung gerade nicht weiter. Am Donnerstag verriet der Lilien-Trainer vor dem Auswärtsspiel in Heidenheim (Freitag, 18.30 Uhr), wie er die Sechser-Position neu besetzen will: "Ich wollte eigentlich eine Nacht drüber schlafen. Dann habe ich aber nur geschlafen und nicht nachgedacht. Deswegen hoffe ich, dass mir in der Nacht zu Freitag endlich eine Eingebung kommt."

Lieberknecht muss Fabian Schnellhardt auf der Position im zentralen Mittelfeld ersetzen, der wegen einer Rotsperre fehlt. Die Lilien könnten die Grundordnung verändern und mit zwei Sechsern agieren, Kapitän Fabian Holland oder Tobias Kempe böten sich an. Entscheidend für die Überlegungen wird die Betrachtung des Gegners sein - aber auch des Platzes.

Laufstarker Gegner, schneller Platz

"Die Heidenheimer sind laufstark, da musst du physisch alles dagegen setzen", so Lieberknecht. Und: Das Geläuf in Heidenheim mache den Ball sehr schnell. Deswegen trainieren die Darmstädter am Freitag auch auf einem Kunstrasenplatz.

Gewissheit hat der Trainer immerhin in einem Punkt: "Wir werden am Freitag mit elf Mann beginnen." Dabei zeigten die Darmstädter gegen Dresden am vergangenen Sonntag sehr lange, wie gut und forsch sie auch in Unterzahl agieren können.

Nach Schnellhardts Roter Karte spielte das Team nach vorne und sorgte so immer wieder für Entlastung. "Der Sieg hat gezeigt, was möglich ist, wenn man sich in Unterzahl stabil präsentiert und trotzdem Mut beweist." Für Lieberknecht sei es das Wichtigste, dass sein Team den Zuschauern zeige: Wir geben alles für die Lilien!

Personalsituation entspannt sich weiter

Denn nicht nur gegen Dresden musste das Team Ausfälle kompensieren. Leistungsträger der letzten Saison wie Tim Skarke oder Marvin Mehlem fehlen schon seit Saisonbeginn - beide könnten aber im Laufe der Hinrunde wieder zur Option werden. Skarke hole sich in der Reha gerade den letzten Schliff und Mehlem könne vielleicht nach der Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, erläuterte Lieberknecht. Außerdem scheint die Verletzung von Braydon Manu nicht schwerwiegender zu sein, wie sich nach dem MRT zeigte.

Der Lilien-Coach könnte also wohl bald noch mehr personelle Optionen bekommen. Rundum gute Nachrichten also für ihn - bis er über die Statistik der Lilien in Heidenheim aufgeklärt wurde. In neun Spielen gab es nur einen Sieg. "Die Statistik der Lilien in Heidenheim ist nicht die beste. Aber neues Spiel, neues Glück. Es gilt, diese Statistik zu verbessern und einen Sieg mehr draufzupacken." Das zeugte schon wieder von jenem Mut, den sein Team bereits gegen Dresden zeigte.

Mögliche Lilien-Aufstellung:

So könnten die Lilien in Heidenheim spielen.