Tobias Kempe

Der SV Darmstadt 98 hat dank einer engagierten Mannschaftsleistung einen Heimsieg gegen Dynamo Dresden eingefahren. Die Lilien mussten dabei lange in Unterzahl spielen, das Tor des Tages schoss Tobias Kempe per Traumtor.

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Der SV Darmstadt 98 hat am Sonntag ein intensives Heimspiel gegen Dynamo Dresden mit 1:0 (1:0) gewonnen. Die Lilien spielten nach einer Roten Karte gegen Fabian Schnellhardt (8.) lange in Unterzahl, Tobias Kempe erzielte mit einem traumhaften Freistoß dennoch das 1:0 (14.). In der 72. Minute musste auch Dresdens Julius Kade das Feld mit Gelb-Rot verlassen.

Lilien-Coach Torsten Lieberknecht baute seine Mannschaft im Vergleich zur Niederlag in Rostock auf zwei Positionen um und beorderte Kempe und Mathias Honsak für Benjamin Goller und Emir Karic in die Startelf. In einer hitzigen Partie dauerte es allerdings nur acht Minuten, bis alle taktischen Überlegungen erst einmal über den Haufen geworfen wurden.

Schnellhardts Rote, Kempes Geniestreich

Nach einem Kopfball im Mittelfeld ging Schnellhardt gegen Ex-Lilie Yannick Stark mit viel zu hohem und gestrecktem Bein in den Zweikampf und traf Stark an Gesicht und Hals – auch wenn Schnellhardt Stark nicht gesehen hatte, war die folgende Rote Karte absolut berechtigt.

Nominell waren die Hessen nach nicht einmal zehn Minuten also in Unterzahl, allein: Man merkte wenig davon. Mehr noch: Als alle mit einer Flanke rechneten, nagelte Kempe einen Freistoß aus knapp 25 Metern Entfernung aus halbrechter Position aufs Tor der Dresdner. Der überraschte Dynamo-Keeper Kevin Broll war zwar noch am Ball, konnte den Einschlag im linken Torwinkel aber nicht mehr verhindern. Ein Wahnsinns-Treffer vom spielfreudigen Kempe, der seine Startelf-Berücksichtigung nicht nur durch diese Szene rechtfertigte.

Holland bissig auf der Sechs

Die Lilien blieben trotz Unterzahl die bessere Mannschaft, machten den Platzverweis durch eine geschlossene Mannschaftsleistung vergessen, verteidigten diszipliniert und hatten auch nach vorne die besseren Möglichkeiten. Honsak verzog knapp aus halblinker Position (24.), Philipp Tietz zielte aus der Drehung zu mittig (32.), ein zweiter Ball von Lasse Sobiech nach einer Ecke wurde im Gewühl geblockt (43.). Auf der Gegenseite wurde einzig Sebastian Mai gefährlich, schoss zentral aus 16 Metern aber weit drüber (36.), weshalb die Lilien-Führung zur Pause absolut verdient war.

Zur Halbzeit brachte Lieberknecht mit Karic einen neuen Linksverteidiger und schob Kapitän Fabian Holland neben Gjasula auf die Doppelsechs, Stürmer Tietz musste weichen. Ein Schachzug, der absolut aufging. Holland sorgte im Zentrum für mehr Kompaktheit und schaffte es überdies, auch immer wieder nach vorne Impulse zu setzen. So war es Holland, der den Ball im Drittel der Dresdner eroberte und eine Hereingabe von Kempe dann beinahe zum 2:0 veredelt hätte. Sein Schuss wurde pariert, sein folgender Kopfball ging ans Außennetz (49.).

Dresden gleicht aus - nach Platzverweisen

Es blieb bei einer wahnsinnig engagierten Mannschaftsleistung der Lilien, den Dresdnern fiel nicht viel ein. Ab der 72. Minute waren die Mannschaften dann auch nominell wieder auf Augenhöhe: Nach einem taktischen Foul im Mittelfeld an Holland sah Dresdens Julius Kade die Gelb-Rote Karte.

In der Folge hätten die Lilien in der ein oder anderen Kontersituation den Sack zumachen können, spielten ihre Angriffe aber viel zu schlampig aus. Vielleicht das einzige Manko an einem Tag, an dem die Lilien mit Engagement und Leidenschaft glänzten - und einen verdienten Sieg einfuhren.

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SV Darmstadt 98 – Dynamo Dresden 1:0 (1:0)

Darmstadt: Schuhen - Bader, P. Pfeiffer, Sobiech, Holland - Gjasula, Schnellhardt, Kempe (61. Ronstadt), Honsak (73. Berko)- L. Pfeiffer (88. Goller), Tietz (46. Karic)
Dresden: Broll - Akoto, Sollbauer, Mai, Löwe - Stark, Schröter (39. Will), Kade - Königsdörffer (46. Sohm), Daferner, Vlachodimos (17. Diawusie, 74. Hosiner)

Tore: 1:0 Kempe (15.)
Gelbe Karten: Gjasula, L.Pfeiffer- Löwe, Stark, Diawusie)
Gelb Rot: Kade (72.)
Rot: Schnellhardt (8.)

Schiedsrichter: Dingert (Gries)
Zuschauer: 7.040 (ausverkauft)

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