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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien mit Remis im abschließenden Testspiel

Paik von Darmstadt 98

Da es selbst gegen ein überfordertes Team aus Rumänien nicht für ein Tor reicht, legt Trainer Dimitrios Grammozis den Finger in die Wunde: Die Lilien-Offensive ist zu harmlos. Hoffnung machen zwei Rückkehrer, Serdar Dursun bereitet Sorgen.

"Der Gegner hatte sicher nicht die Qualität, um uns brutal zu fordern. Ich hätte mir einen stärkeren Gegner gewünscht", ärgerte sich Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis am Dienstag über den im Nachhinein als zu leicht empfundenen Sparringpartner von Darmstadt 98.

Das Interessante dabei: Die Lilien und der hier kritisierte rumänische Erstligist Gaz Metan Medias hatten sich zuvor in der Generalprobe vor dem Start ins Pflichtspiel-Jahr 2020 mit einem torlosen Remis voneinander getrennt. "Wir haben trotzdem einige Erkenntnisse gewonnen", so Grammozis. Die erste und gleichzeitig wichtigste: Der Sturm bleibt das Sorgenkind.

Nur Dresden trifft seltener

Mit gerade einmal 20 Treffern in 18 Spielen stellen die Lilien nach Tabellenschlusslicht Dynamo Dresden derzeit die zweitharmloseste Offensive der 2. Liga. Viele Argumente dafür, dass sich das bald grundlegend ändert, lieferte das Torlos-Testspiel in La Linea zum Abschluss des achttägigen Trainingslagers in Spanien nicht. "Das Manko der Vorrunde war auch heute zu sehen: Wir hatten einige Chancen, haben diese aber nicht zu Toren umgemünzt", fasste Grammozis die größte Schwäche der Lilien zusammen. Es fehlt an Torgefahr.

Mit Serdar Dursun, der in der Hinrunde sieben Treffer erzielte, steht zwar ein ausgewiesener Torjäger im Kader der Südhessen. Danach wird es aber schon übersichtlich. Auf dem geteilten zweiten Platz der teaminternen Torschützenliste stehen mit Dario Dumic und Tobias Kempe (jeweils 3 Treffer) ein Innenverteidiger und ein Spieler aus dem Mittelfeld. Bezeichnend. "Ich würde mir wünschen, dass wir mehr Tore erzielen", so Grammozis, der das Testspiel unfreiwillig zum Experimentieren nutzte.

Kempe beweist Offensiv-Qualitäten

Da Hoffnungsträger Dursun kurz vor der Partie vor der malerischen Kulisse Gibraltars über Knieprobleme klagte und nicht mitwirken konnte, musste Grammozis im Angriff etwas improvisieren. Neben Rekonvaleszent Felix Platte, der wegen eines Muskelbündelrisses die komplette Hinrunde verpasste hatte und bei seiner Rückkehr "direkt ein belebendes Element" war, bot er Aufstiegsheld Kempe als hängende Spitze auf. "Tobi hat besondere Qualitäten. Wir wollen ihn mehr in den tor- und schussgefährlichen Bereich bringen."

Neben Dursun (aktuell verletzt), Platte (lange verletzt) und Kempe (eigentlich Mittelfeldspieler) bewarb sich mit Braydon Manu in der zweiten Hälfte zudem ein weiterer Kandidat für eine der Planstellen in der Offensive. Der 22-Jährige, den ein Knochenödem knapp drei Monate außer Gefecht gesetzt hatte, meldete sich mit einem beherzten Auftritt zurück. Ein Tor gelang ihm trotz Großchance aus knapp fünf Metern jedoch auch nicht.

Weitere Informationen

Die Lilien-Startelf im Testspiel

Schuhen - Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Skarke, Palsson, Paik, Mehlem - Kempe, Platte

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr1, 21.01.20, 20 Uhr