Tim Skarke beim Torjubel in Hamburg

Seit drei Spielen ist der SV Darmstadt 98 nun schon ohne Sieg – und ohne Tor. Neuzugang Tim Skarke ist einer, der die Südhessen aus dem Loch herausholen kann.

Wenn es beim SV Darmstadt 98 überhaupt einen Gewinner der ersten Spiele gibt, dann ist das Tim Skarke. Vergangene Saison beim 1. FC Heidenheim gehörte er nicht mehr zur Stammelf. Bei den Lilien hat der Flügelspieler, der vergangene Woche 23 Jahre alt wurde, bislang alle Saisonspiele in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal bestritten und drei Tore erzielt.

"Chancen nicht gut genutzt"

"Das letzte Jahr in Heidenheim war keine einfache Zeit für mich", sagt der einmalige U21-Nationalspieler, der in der Heidenheimer Jugend ausgebildet wurde. "Ich habe nicht so viel Spielpraxis erhalten, und wenn ich gespielt habe, habe ich meine Chancen auch nicht gut genutzt."

Deswegen sei für ihn auch klar gewesen, dass er sich verändern müsse, um wieder Selbstvertrauen zu tanken und die Leistung abzurufen, die er von sich selbst erwarte. "Hier in Darmstadt sind diese Faktoren gegeben – Trainer Dimitrios Grammozis und das Trainerteam vertrauen mir, und die Mannschaft unterstützt mich sehr", erklärt Skarke.

Von Verletzungen profitiert

Schon in der Vorbereitung machte der schnelle, wendige und zugleich robuste Profi auf sich aufmerksam. Profitiert hat er auch davon, dass die Neuzugänge Mathias Honsak, Braydon Manu und Erich Berko verletzt ausfielen, so dass er als offensiver Flügelspieler neben Marcel Heller nahezu konkurrenzlos ist. 

Schon Skarkes Premiere verlief wie aus dem Bilderbuch: Im ersten Saisonspiel beim Hamburger SV wurde er zur Halbzeit eingewechselt und erzielte nur wenige Sekunden später die Führung (Endstand 1:1). "Es ging viel zu schnell. Plötzlich war der Ball bei mir, dann köpfe ich ihn rein, und wir feiern mit den Fans", sagte er danach.

Drei Spiele ohne Sieg

Auch im nächsten Liga-Spiel gegen Kiel und im DFB-Pokal gegen Fünftligist Oberneuland traf Skarke. Danach geriet der Motor bei den Lilien ins Stocken: Drei Spiele ist die Mannschaft mittlerweile ohne Sieg und auf Rang 16 abgerutscht. 

Skarke will in Darmstadt so viel Spielpraxis wie möglich sammeln und sich verbessern. "Dadurch kann ich dann auch der Mannschaft helfen und aktiv meinen Anteil beisteuern, damit wir Erfolg haben", sagt er. "Ich möchte mich mit der Mannschaft weiterentwickeln und konstant punkten."

Noch Luft nach oben

Für Darmstadts Sportlicher Leiter Carsten Wehlmann ist Skarke "noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen, bringt für sein Alter aber auch schon einiges an Zweitliga-Erfahrung mit." Dies hatte Wehlmann schon bei der Verpflichtung des Spielers erklärt. Und auch Skarke findet: "Mit 23 Jahren ist im Grunde noch kein Bereich ausgereizt."

Den nächsten Schritt nach vorne will Skarke mit der Mannschaft nun am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) machen. Dann steht das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg  an.