Tobias Kempe vom SV Darmstadt 98

Beim SV Darmstadt 98 läuft aktuell in der Offensive nicht viel zusammen. Dennoch sitzt Tobias Kempe bei den Lilien nur auf der Bank. Trainer Dimitrios Grammozis baut auf andere Spieler.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis über Kempe: "Das ist ein guter Junge"

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis
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Neun Minuten gegen den HSV, drei Minuten gegen Osnabrück, 14 Minuten gegen Dynamo Dresden, gegen Kiel und Sandhausen noch nicht einmal eingewechselt: Tobias Kempe hat es gerade schwer beim SV Darmstadt 98. Im System von Trainer Dimitrios Grammozis sind momentan andere Spielertypen gefragt. Kempe bleiben Kurz-Einsätze - oder komplette Tage auf der Bank. Ein unbefriedigender Zustand für den ehemaligen Lilien-Scorer-König.

In der vergangenen Spielzeit war der Offensiv-Allrounder in der internen SVD-Rangliste mit 16 Scorer-Punkten Zweiter hinter Knipser Serdar Dursun (18). Eine Saison zuvor befand sich Kempe mit 18 Punkten uneinholbar an der Spitze. Darmstadts Nummer elf war die letzten Jahre die personifizierte Torgefahr auf dem Feld.

Zwei Tore im Test gegen Sandhausen

"Tobi hat viel für den Verein gemacht. Das ist ein guter Junge", betont Grammozis auch, stellt aber klar: "Wir versuchen die Mannschaft so aufzustellen, wie wir es für richtig halten." Und da landet Kempe in der Regel auf der Bank. Für den Offensiv-Allrounder war das schon vor der Saison abzusehen. "Wir haben Tobi in der Vorbereitung aufgezeigt, dass es für ihn in diesem Jahr ein bisschen schwieriger ist. Da gab es eine offene Kommunikation", so Grammozis.

Nun ist es bei den Lilien aktuell aber nicht unbedingt so, als würden sie aus jeder Pore Torgefahr ausstrahlen. In den letzten drei Begegnungen blieben die Südhessen ohne Treffer. Auch die Standard-Situationen bringen wenig bis gar nichts ein. Ein Zustand, bei dem Kempe eigentlich helfen könnte. Beim geheimen Testspiel während der Länderspielpause gegen den SV Sandhausen erzielte der 30-Jährige zumindest beide Treffer.

Bei Kempe sind keine Wechseltendenzen vorhanden

Gegen Nürnberg am Sonntag (13.30 Uhr) wäre Kempe auch deswegen eine Alternative, weil Victor Palsson aufgrund einer Sperre fehlt. Dazu kommt: Wie zu hören ist, will sich der Offensiv-Allrounder ins Team zurückkämpfen. Kopf in den Sand stecken ist keine Option, Wechseltendenzen sind nicht vorhanden. Das könnte sich erst dann ändern, wenn sich die Situation des ehemaligen Scorer-Königs die gesamte Hinrunde nicht verbessert.