Das Böllenfalltor-Stadion in Darmstadt
Das Darmstädter Stadion am Böllenfalltor Bild © Imago

Der Umbau des Stadions am Böllenfalltor in Darmstadt hat noch nicht einmal richtig begonnen, da müssen Verein und Stadt bereits erste Mehrkosten in Millionenhöhe einplanen. Das betrifft offenbar nicht nur den ersten Bauabschnitt.

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Visualisierung des Stadionumbaus in Darmstadt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Umbau des Böllenfalltor-Stadions teurer als geplant

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Für den Umbau des Stadions am Böllenfalltor müssen die Stadt Darmstadt und Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 ihre ursprünglich veranschlagte Kostenberechnung nach oben korrigieren. Das sagte Lilien-Geschäftsführer Michael Weilguny dem hr und bestätigte damit einen Bericht des Darmstädter Echos. "Nach den Berechnungen unseres stadionerfahrenen Generalplaners wurde der erste Bauabschnitt mit dem Abriss und dem Bau der Gegengerade sowie der nötigen Umfeldarbeiten mit gut 14 Millionen Euro kalkuliert. Mittlerweile müssen wir aber von 18 bis 19 Millionen für diesen Teil des Umbaus ausgehen."

Die Hochkonjunkturphase im Baugewerbe sowie teurer werdende Entsorgungskosten seien demnach die Hauptgründe für den Kostenanstieg. "Trotz europaweiter Ausschreibung hat nur ein Generalunternehmer ein Angebot abgegeben. Auch andere Bauherren haben derzeit damit zu kämpfen, dass sie keine Angebote bekommen oder die Preise stetig steigen. Mit diesem Umstand müssen auch wir umgehen", so Weilguny.

Kosten steigen, Planungen gehen voran

Ungeachtet dessen gehen die Planungen für den Umbau des altehrwürdigen Böllenfalltor-Stadions weiter. Der Verein will die Umsetzung des Bauvorhabens nach Möglichkeit in die Hände eines Generalunternehmers legen. Die entsprechenden Gespräche seien "mittlerweile auf der Zielgeraden" und hätten zuletzt "signifikante wirtschaftliche Verbesserungen für den SV98" gebracht, wie Weilguny sagte. Mit dem Abriss der Gegengerade soll in der kommenden Winterpause begonnen werden, die Fertigstellung der neuen Tribüne ist für Ende 2019 angepeilt. In der Saison 2021/22 will Darmstadt 98 im komplett umgebauten Stadion auflaufen.

Das Thema Finanzierung könnte bis dahin aber auf der Agenda bleiben. Wie das Echo weiter berichtet, könnten auch für den zweiten Bauabschnitt – den Bau der Haupttribüne – Mehrkosten anfallen. Diese sollen gemeinsam vom Verein und von der Stadt getragen werden. Einer ersten Erweiterung des Kostenrahmens per Magistratsvorlage von ursprünglich 28,5 Millionen auf maximal 40,5 Millionen Euro soll allerdings keine weitere folgen, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) bestätigte: "Ein weiterer Investitionskostenzuschuss für den Umbau ist unabhängig von weiteren nicht absehbaren Kostensteigerungen nicht vorgesehen und beihilferechtlich auch nicht möglich."

Kostenrahmen soll nicht gesprengt werden

Nach den Worten von Geschäftsführer Weilguny wolle der SV98 den neuen Rahmen für die Gesamtkosten ohnehin nicht ausreizen und darunter bleiben. Von den nun veranschlagten 40,5 Millionen Euro sollen 19,3 Millionen auf den ersten und 21,2 Millionen auf den zweiten Bauabschnitt entfallen.