Nicht schon wieder! Ein erneuter Patzer von Marcel Schuhen führte bei Darmstadt 98 zum Punktverlust.

Erst Fürth, jetzt Regensburg: Darmstadt 98 erlebt in der 2. Bundesliga seinen ganz persönlichen Murmeltiertag. Nach den so unglücklichen wie unwahrscheinlichen Patzern in zwei aufeinanderfolgenden Spielen stellt sich der Trainer vor Unglückskeeper Marcel Schuhen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Werden weiter diesen Weg gehen"

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Beim SV Darmstadt 98 wähnten sie sich am Sonntag im falschen Film. Wie schon in der Vorwoche beim 1:3 in Fürth verloren die Lilien beim 2:2 gegen Regensburg unnötigerweise Punkte. Und nicht nur das: In beiden Spielen patzte Torhüter Marcel Schuhen entscheidend, in beiden Spielen fabrizierten die Südhessen zudem ein Eigentor. In Fürth war Immanuel Höhn der Unglücksrabe, nun traf (es) Dario Dumic. Anderer Tag, gleicher Schlamassel. Da werden Erinnerungen an den Kultfilm "Und täglich grüßt das Murmeltier" wach. Bill Murray als Wetteransager, der in einer Zeitschleife gefangen ist, lässt grüßen.

Während der aber in der Filmvorlage zu äußersten Mitteln greift, um seinem Schicksal am Murmeltiertag zu entfliehen, ist man in Darmstadt von drastischen Entscheidungen noch ein gutes Stück entfernt. Trainer Dimitrios Grammozis jedenfalls muss beim Tabellendreizehnten nicht um seinen Job bangen. Eigentlich, das betonten Trainer und Spieler unisono nach dem verrückten Spiel gegen Regensburg, sah das auf Seiten der Lilien - ganz im Gegensatz zum schlechten Auftritt in Fürth - ziemlich gut aus. Wären da nur diese unerklärlichen Parallelen zur Vorwoche nicht gewesen.

Grammozis stellt sich vor Schuhen

Vor allem Schlussmann Schuhen muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden. "Er ist sicherlich am traurigsten von allen im Stadion", sagte Grammozis direkt nach Abpfiff und lag damit keineswegs falsch. Der Unterstützung von Trainerteam und Mitspielern durfte sich der patzende 26-Jährige aber gewiss sein. "Der Schuhi hat uns auch schon Spiele gerettet", sagte Grammozis und erinnerte an das 1:0 auf St. Pauli vor einem Monat. "Wir müssen jetzt als Mannschaft für ihn da sein."

Grammozis weiß, dass es gegen Regensburg nicht allein an Schuhen und seinem fatalen Fehlgriff in der vierten Minute der Nachspielzeit lag, als er eine harmlose Flanke durchrutschen ließ. Mit dem Wort "verrückt" war die Schlussphase dieser Begegnung am passendsten umschrieben.

Ob es der verschossene Elfer des sonst so sicheren Schützen Serdar Dursun war ("Normalerweise treffe ich da") oder sein kaum noch für möglich gehaltener Doppelpack zum vermeintlichen Sieg, ehe das Schicksal unmittelbar vor Abpfiff doch noch seinen Lauf nahm. Alles in allem war dieses Duell nach fußballerisch-rationalen Maßstäben im Nachhinein kaum aufzuarbeiten.

Holland: "Können mit ein bisschen Abstand zufrieden sein"

Bei den Lilien geht es nun darum, sich die Enttäuschung schnellstmöglich aus den kurzen Hosen zu schütteln und bestmöglich auf das richtungsweisende Spiel in Hannover vorzubereiten. So erklärte Fabian Holland, dass man "mit ein bisschen Abstand zufrieden sein darf". Und für alle, die sich bereits vor dem nächsten Schuhen-Aussetzer fürchten, bleibt positiv festzuhalten: Nach Informationen des hr-sport wurde Bill Murray bislang noch nicht am Böllenfalltor gesichtet.