Daniel Heuer Fernandes kann die Union-Führung nicht verhindern
Daniel Heuer Fernandes kann die Führung der Berliner nicht verhindern. Bild © Imago

Keine Stimmung, keine Punkte: Der SV Darmstadt 98 läuft seiner Form hinterher und ist auch gegen Union Berlin letztlich chancenlos. Noch ist der Tabellenkeller weit genug entfernt, die Leistung liefert jedoch Grund zur Sorge.

Dritte Niederlage in Folge für den SV Darmstadt 98. Die Lilien verloren am Samstag mit 1:3 (0:2) bei Union Berlin und versinken als Tabellen-Zwölfter immer mehr im Niemandsland der 2. Bundesliga. Wenige Wochen vor der Winterpause sind die Abstiegsränge sieben Punkte entfernt, Union hat als Dritter zehn Zähler Vorsprung. Der Trend zeigt klar nach unten.

Teams passen sich der Stimmung an

Passend zur Darmstädter Tabellensituation verlief vor allem in der ersten Hälfte auch die Partie: Langeweile machte sich breit. Während auf den Rängen der Alten Försterei 45 Minuten lang gegen Montagsspiele angeschwiegen wurde, erinnerte auch das Geschehen auf dem Rasen an stillen Protest. Von den Lilien kam bis auf einen Schuss von Serdar Dursun (2. Minute) gar nichts, die Gastgeber erwachten zumindest zweimal kurz aus dem vorweihnachtlichen Winterschlaf.

Nach einer Ecke stand zunächst Berlins Stürmer Sebastian Andersson goldrichtig und drückte eine scharfe Hereingabe von Ken Reichel zur Führung über die Linie (28.). Unglücklich aus Sicht der Südhessen: Keeper Daniel Heuer Fernandes hatte den Torschützen kurz vorher mit einem Schubser aus dem Abseits befördert. Kurz vor der Pause war es dann erneut Andersson, der nach dem einzigen geglückten Angriff auf 2:0 erhöhte.

Sulu trifft ins eigene Tor

Die Partie war damit entschieden, ein Aufbäumen oder gar eine Verbesserung im  Darmstädter Spiel war auch nach der Halbzeit erst einmal nicht zu erkennen. Im Gegensatz zu den Berlinern: Union drückte, Union erspielte sich Chancen, Union stellte die Abwehr der Lilien immer wieder vor unlösbare Probleme.

Da die Eisernen jedoch zahlreiche Möglichkeiten liegenließen, dauerte es bis zur 65. Minute, ehe das nächste Tor fiel. Fast schon folgerichtig war es der komplett neben sich stehende Aytac Sulu, der einen Kopfball von Union-Verteidiger Marvin Friedrich ins eigene Netz verlängerte.

Kurz später gab es dann tatsächlich die einzige gelungene Aktion der Lilien zu bestaunen: Dursun setzte sich im Strafraum gut durch und verkürzte trocken zum 1:3 (73.). Ein Lebenszeichen, mehr allerdings nicht. In der Folge wachten die Lilien zwar endlich auf, letztlich schaukelten die Hausherren den Sieg aber locker über die Zeit.

Nächste Woche gilt es

Am nächsten Samstag empfängt Darmstadt am heimischen Böllenfalltor Schlusslicht Ingolstadt. Ein Sieg ist Pflicht, um nicht erneut in eine Krise zu rutschen. Ein wichtiger Mann wird allerdings nicht mithelfen können: Kapitän Sulu muss nach seiner fünften  Gelben Karte gesperrt zusehen.

Weitere Informationen

Union Berlin - SV Darmstadt 98 3:1 (2:0)

Berlin: Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, Hübner, Reichel - Schmiedebach - Prömel, Kroos (75. Zulj) - Abdullahi (60. Hartel), Mees (88. Parensen) - Andersson  
Darmstadt: Heuer Fernandes - Rieder, Franke (66. Höhn), Sulu, Holland - Medojevic, Kempe (81. Boyd) - Heller, Wurtz (55. Mehlem), Jones - Dursun  

Tore: 1:0 Andersson (28.), 2:0 Andersson (42.), 3:0 Sulu (65./ET), 3:1 Dursun (73.)
Gelbe Karten: - / Sulu  

Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 21.474

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 01.12.2018, 17.15 Uhr