Imago Lilien Großkreutz
Kevin Großkreutz Bild © Imago

Im Berufungsprozess um die Prügelattacke auf Darmstadt-Profi Kevin Großkreutz bleibt es für den verurteilten Schläger bei der bereits festgesetzten Strafe. Die Berufungen lehnte das Landgericht Stuttgart am Mittwoch ab.

Es bleibt dabei - der für den Angriff auf Lilien-Profi Kevin Großkreutz verurteilte Schläger erhält eine Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft. Wie ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart am Mittwoch mitteilte, wurden die Berufungen des 17-Jährigen sowie der Staatsanwaltschaft verworfen.

Die Verteidigung hatte in der Neuverhandlung zwei Jahre und sieben Monate für den Angriff auf den 29-Jährigen - damals noch in Diensten des VfB Stuttgart - gefordert, die Staatsanwaltschaft drei Jahre und sechs Monate. Da es in der Berufungsverhandlung nicht mehr um den Tatvorwurf ging, wurden keine Zeugen mehr gehört.

Öffentlichkeit ausgeschlossen

Kevin Großkreutz mit Veilchen
Deutliche Spuren hatte der Angriff bei Kevin Großkreutz hinterlassen, der sich auf einer Pressekonferenz am Tag darauf für seinen nächtlichen Streifzug entschuldigte. Bild © picture-alliance/dpa

Die Öffentlichkeit war während der Verhandlung ausgeschlossen, weil nur die Jugendstrafe von einem der beiden verurteilten Schläger neu verhandelt wurde. Da dieser noch 17 Jahre alt ist, musste die Verhandlung ohne Zuschauer stattfinden, wie der Sprecher mitteilte. Die Hauptverhandlung sei hingegen öffentlich gewesen, weil der damalige Mittäter bereits 18 Jahre alt war. Dieser hat seine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft bereits akzeptiert.

Beide waren wegen einer nächtlichen Prügelattacke auf den Fußballstar verurteilt worden. Die Schlägerei im Februar 2017 hatte den VfB Stuttgart veranlasst, sich von Großkreutz zu trennen. Er wechselte zu Darmstadt 98.