Ob bei Eintracht Frankfurt oder für die deutsche Nationalmannschaft: Laura Freigang schießt derzeit Tore am Fließband. Sorgen, dass die Stürmerin zu einem größeren Verein wechselt, müssen sich die Hessen aber nicht machen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found DFB-Frauen schlagen Norwegen

Eintracht-Stümerin Laura Freigang im Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft gegen Norwegen.
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Wenn sie spielt, trifft sie. Sieben Tore in sechs Länderspielen hat Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang auf dem Konto. Beim 3:1 (2:1) über Norwegen erzielte die Frankfurterin am Dienstag in Wiesbaden den schnellen Ausgleich (8. Minute), nachdem Guro Reiten bereits nach vier Minuten für die Gäste erfolgreich gewesen war. Es war ein typisches Tor, das die 23-Jährige in Abstauber-Manier erzielte - wie alle ihre bisherigen im DFB-Dress.

Schon 38 Tore für die Eintracht

"Man muss da auf dem Teppich bleiben. Wenn man sich die Treffer ansieht, dann war wohl keiner aus einer größeren Entfernung als zweieinhalb Metern dabei. Ich musste da nur noch einschieben", sagte Freigang über ihre Treffer für die DFB-Auswahl.

Dass sie es auch anders kann, beweist sie Woche für Woche in der Bundesliga. Für ihren Verein Eintracht Frankfurt stehen in bislang 58 Bundesliga-Partien 38 Treffer zu Buche, zwölf davon in diesem Spieljahr.

Ähnliche Quoten erzielte Freigang bei ihren vorherigen Vereinen im Laufe ihrer Karriere, die sie auch nach Kiel, Mainz und während des Studiums mit einem Sportstipendium an die Pennsylvania State University in die USA führte.

Entwicklung noch nicht abgeschlossen

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist froh, eine Stürmerin wie Freigang im Team zu haben. "Sie hat ein Näschen. Wenn es in engen Räumen vor dem Tor eine braucht, die den Kopf, das Knie, den Fuß oder was auch immer hinhält, dann ist sie da. Für uns ist es schön, je mehr torgefährliche Spielerinnen wir haben, umso mehr Tore können wir erzielen", beschreibt Voss-Tecklenburg die Angreiferin.

Wohl wissend, dass die Entwicklung von Laura Freigang noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Bundestrainerin traut ihr noch viel mehr zu. "Sie weiß, dass sie ganz viel Verbesserungspotenzial hat", sagt Voss-Tecklenburg und lobt, dass Freigang selbst oft unzufrieden ist, wenn ihr einige Dinge nicht gelingen: "Sie hört aber gut zu, bringt sich ein, sie hat auch eine gewisse Frechheit und Lockerheit und lässt sich nicht verrückt machen, wenn es nicht wie gewünscht läuft."

Nähere Zukunft liegt in Frankfurt

Mit ihrem Torriecher hat sich Freigang durchaus ins Blickfeld größerer Clubs gespielt. Doch mit der Eintracht hat sie noch einiges vor. "Ich will bei dem Projekt, das wir vorhaben, dabei sein und habe nicht vor, im Sommer woanders hinzugehen. Mein Vertrag läuft noch zwei Jahre. Mir gefällt Frankfurt, also mache ich mir keine Gedanken", sagt die Stürmerin.