Küver und Arnautis

Erst der Pokal-Fight, dann die Party: Nach dem Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal fiebern die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt dem Kräftemessen mit dem VfL Wolfsburg entgegen. Ausgerechnet der hat aber ein Abo auf den Titel.

Videobeitrag

Video

zum Video Dank Küver: Eintracht-Fußballerinnen stehen im Pokalfinale

Eintracht Frankfurt Frauen Pokal-Halbfinale
Ende des Videobeitrags

Jetzt kann der Serienchampion VfL Wolfsburg kommen: Rekordsieger Eintracht Frankfurt darf weiter vom nächsten großen Coup im DFB-Pokal der Frauen träumen. Der Verein, der bis zum Beginn dieser Saison als 1. FFC Frankfurt an den Start ging, steht nach einem 2:1 (0:1) gegen den SC Freiburg am Samstag zum 14. Mal im Endspiel und trifft am 30. Mai auf Double-Sieger Wolfsburg, der am Ostersonntag das zweite Halbfinale mit 2:0 gegen den FC Bayern gewann.

"Wir freuen uns auf Euch", richtete der hessische Club dem VfL aus, nachdem dieser das mit Spannung erwartete Topspiel gegen das in der Liga makellose Team aus München für sich entschied. Tags zuvor hatte Marie Müller den SC Freiburg – Finalteilnehmer 2019 – zunächst in Führung gebracht (13. Spielminute). Nach dem Seitenwechsel aber drehten Lara Prasnikar (47.) und die erst 17 Jahre junge Camilla Küver (63.) die Partie zugunsten der Hessinnen.

Zehnter Pokal-Triumph scheint möglich

"Die Mädels haben es sich jetzt verdient, ein bisschen zu feiern und nicht nur ein Bier auf den Sieg zu trinken. Wenn es am Ende ein paar mehr sind, ist das auch okay", sagte Trainer Niko Arnautis kurz nach dem Abpfiff. Nun scheint der zehnte Triumph im prestigeträchtigen Pokalwettbewerb trotz Außenseiterrolle im Endspiel möglich.

Arnautis war über die Moral seines Teams so begeistert, dass er sich auch selbst belohnen wollte. "Ich trinke auch erstmal ein Bier und ich verspreche allen, dass ich mindestens einen Ouzo trinke", sagte der 41 Jahre alte Deutsch-Grieche. Das gesamte Team, das in der Bundesliga-Saison sportlich hinterherhinkt, sei "unheimlich glücklich und dankbar".

Dietrich über Küver: "Top-Talent"

Auch die junge Siegtorschützin Küver war begeistert. "Nach dem Abpfiff musste ich es erst einmal selbst realisieren", sagte die 17-Jährige, die von Sportdirektor Siegfried Dietrich als "Top-Talent" gelobt wurde. Für Küver war die Vorschlussrundenpartie nach eigener Aussage "ein absolutes Highlight-Spiel und auch ein ganz großes Ziel".

Über ihren Siegtreffer verriet sie: "Niko hat mir in der Situation von außen zugerufen, ich soll bei der Flanke aufrücken. Aber ich habe natürlich Glück gehabt, dass der Ball perfekt vor meinen Füßen gelandet ist und er so, wie ich es mir vorgenommen habe, ins Netz eingeschlagen ist."

Wolfsburger Pokal-Dominanz

Nun wartet Ende Mai ein noch größeres Spiel. Dietrich freut sich, dass "wir nun im Premierenjahr die Adlerfamilie in Köln vertreten dürfen". Die Hessinnen hatten zuletzt in der Saison 2013/14 den Titel gewonnen. Seither triumphierte Wolfsburg bei allen sechs Pokal-Ausgaben.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 03.04.21, 19.30 Uhr