Eintracht Frankfurt Frauen gegen Meppen

Dem gesamten Team des Frauenfußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt droht eine lange Quarantäne. Wieder gab es positive Tests. Doch die Hoffnung ist da, dass die Test-Ergebnisse eventuell nicht stimmen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Niko Arnautis: Rhythmus geht durch Spielabsagen verloren

Eintracht-Trainer Niko Arnautis
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Es ist wieder passiert. Das Gesundheitsamt Frankfurt hat die Spielerinnen von Eintracht Frankfurt in häusliche Quarantäne geschickt. Grund sind positive Corona-Tests bei einer Spielerin und zwei Staff-Mitgliedern. Das Bundesliga-Nachholspiel am Mittwochabend gegen Essen muss deshalb abermals ausfallen. Doch bei der Eintracht gibt es die Hoffnung, dass dem Team die drohende, längere Quarantäne erspart bleibt.

Die Vereinsverantwortlichen glauben, dass mit den positiven Corona-Tests möglicherweise irgendetwas nicht stimmt. Die drei Betroffenen sind komplett symptomfrei und wurden am Mittwochmorgen abermals einem Test unterzogen. Alle anderen Spielerinnen folgen im Laufe des Mittwochs. Jetzt heißt es Daumendrücken. Die Ergebnisse liegen am Mittwochabend, spätestens am Donnerstagvormittag vor.

"Ich hoffe auf viele negative Tests", sagte Eintracht-Trainer Niko Arnautis dem hr-sport. Nicht ausgeschlossen, dass auch bei den aktuell drei Betroffenen die weiteren Tests negativ ausfallen könnten. Arnautis hat das selbst im Februar erlebt. Auch der Eintracht-Trainer wurde nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne geschickt. "Doch der Test davor und danach war negativ, es ist alles nicht so einfach derzeit."

Schlimmstenfalls drohen 14 Tage Quarantäne

Dem gesamten Team der Eintracht droht im schlimmsten Fall eine Quarantäne von 14 Tagen. Das hieße, dass weitere drei Spiele ausfallen müssten. Die Temin-Not würde damit noch größer. Doch diese Sorgen will sich der Eintracht-Trainer heute noch nicht machen.

Eine echte Saison hat die Eintracht schon lange nicht mehr. "Wenn in den vergangenen Wochen vier von sechs angesetzten Spielen immer wieder ausfallen, dann ist es schwierig, in einen Spiel-Rhythmus zu kommen, das soll jetzt aber sportlich keine Entschuldigung sein", sagte Arnautis.

Absagen-Flut zerstört den Eintracht-Rhythmus

Ein Rhythmus konnte sich schon deshalb nicht einstellen, weil neben den Corona-bedingten Spielabsagen zwei Eintracht-Spiele im Februar auch noch wegen schlechter Wetterbedingungen ausfallen mussten. Durch die vielen Ausfälle hatte die Eintracht fast drei Monate Spiel-Pause vor ihrem ersten Bundesliga-Duell Anfang März gegen weitgehend eingespielte Hoffenheimerinnen. Prompt verlor die Eintracht mit 0:2.

"Die Situation ist wie für alle anderen Menschen sehr herausfordernd. Es ist nicht einfach, aber wir haben einen tollen Zusammenhalt im Team und werden das hinbekommen", sagt Arnautis. Der Eintracht-Coach hat sogar die Hoffnung, dass die Spielerinnen am Ende als Team gestärkt aus dieser Situation hervorgehen werden.

Hoffnung auf ein schnelles Ende der Quarantäne

Jetzt warten alle bei der Eintracht auf das Ergebnis der neuerlichen Corona-Tests. "Ich würde mich zunächst einmal menschlich sehr freuen, wenn doch alle gesund wären oder einen milden Verlauf haben." Sollte Ersteres der Fall sein, könnte die Eintracht auf ein schnelles Ende der häuslichen Quarantäne hoffen.

Möglicherweise so schnell, dass sie schon am Sonntag (15 Uhr) im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten SG Andernach auflaufen kann. Oder im nächsten Bundesliga-Spiel am Freitag darauf in Leverkusen. Doch bis es soweit ist, müssen sie bei der Eintracht noch ordentlich die Daumen drücken.