Jubelnde Frankfurterinnen nach einem Tor

Ein heimliches Schielen Richtung Champions League und der Traum vom Pokal: Die Fußballerinnen der Frankfurter Eintracht haben sich vor dem ersten Spiel im neuen Jahr einiges vorgenommen. Doch das lässt nach einer Absage noch etwas auf sich warten.

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt müssen sich noch ein bisschen länger gedulden: Das für Sonntag (14 Uhr) angesetzte erste Pflichtspiel des neuen Jahres ist abgesagt worden.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Arnautis: "Bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden"

Niko Arnautis, Trainer der Eintracht Frankfurt Frauen
Ende des Audiobeitrags

Eigentlich hätte es in der Bundesliga gegen den MSV Duisburg gehen sollen, aber der Platz im Stadion am Brentanobad ist witterungsbedingt unbespielbar, wie der Verein am Freitag meldete. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Arnautis mit klarer Zielsetzung

Dabei hatte sich die Eintracht für ihr Heimspiel gegen das Schlusslicht viel vorgenommen. "Mehr Punkte holen und noch den einen oder anderen Platz nach oben klettern", lautete die klare Zielsetzung von Trainer Niko Arnautis vor den restlichen zehn Partien der Bundesliga.

Mit 17 Zählern nach zwölf Partien belegen die Hessen aktuell Rang sechs. Leverkusen (20 Punkte) und Potsdam (22) sind noch in Schlagdistanz. Bis zum heimlich erträumten Champions-League-Rang drei, den derzeit die TSG Hoffenheim innehat, müssten schon satte acht Zähler aufgeholt werden - ein sicherlich ambitioniertes Unterfangen.

"Besser Fußball spielen"

Doch die Eintracht strotzt nach einer guten Vorbereitung förmlich vor Selbstvertrauen. Auf den auch vom Frankfurter Männerteam genutzten Plätzen an der Arena im Stadtwald fand das Team beste Bedingungen vor. Selbst der kurzzeitige Tapetenwechsel mit einem Trainingslager im wenig idyllischen Wolfsburg sei ein voller Erfolg gewesen, wie die Protagonisten beteuern.

"Wir sind als Team zusammengewachsen", berichtete Mittelfeldspielerin Tanja Pawollek dem hr-sport. "Wir haben uns sehr gut weiterentwickelt. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde zeigen können, was wir draufhaben", so die 22-Jährige. Verbesserungsbedarf machte Pawollek dabei vor allem im Spielaufbau aus: "Allgemein können wir noch ein bisschen besser Fußball spielen."

Ambitionen im Pokal

Ein wenig diplomatischer umschrieb Trainer Arnautis die abzustellenden Schwächen aus der Vorrunde. "Wir wollen weiterhin frech und mutig nach vorne spielen, aber auch die Balance nicht vergessen und stabil stehen", sagte der Coach. In der Liga können sie das nach der Absage des Duisburg-Spiels erstmals am 12. Februar zeigen, wenn um 19.15 Uhr das Spiel gegen die SGS Essen ansteht.

Und sollte es mit der Aufholjagd in der Liga doch nicht klappen, gibt es ja noch den DFB-Pokal: Hier wartet auf Pawollek und Co. im Viertelfinale mit Zweitligist Andernach eine machbare Hürde. "Wenn wir dann im Halbfinale stünden, wollen wir natürlich auch mehr", so Arnautis.