Die Fußballerinnen der Frankfurter Eintracht jubeln

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt haben in der Bundesliga zuletzt wichtige Punkte eingefahren. Vor der Schlussphase der Saison darf das Team von Trainer Niko Arnautis jetzt von der Champions League träumen.

Eintracht-Trainer Niko Arnautis ist der Typ stiller Genießer - das gilt auch und vor allem für den sportlichen Erfolg. "Wir müssen jetzt gar nicht über Träume reden, sondern einfach diesen Tag genießen und auch mal ein Bierchen trinken", sagte der Coach nach dem 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim in der vergangenen Woche dem hr-sport. Das Bierchen, so hatte es Arnautis’ versprochen, wollte er ausgeben. Als Anlass dienten allerdings nicht nur die drei Punkte gegen die Hoffenheimerinnen, sondern das 100. Spiel des Trainers an der Seitenlinie.

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Vielleicht gab es für die Eintracht-Fußballerinnen und ihren Coach beim Blick auf die Tabelle aber auch noch ein weiteres Kaltgetränk - schließlich ist das Team da inzwischen punktgleich mit der TSG. Zwar trennt die Konkurrenz auf Rang drei und die Eintracht auf dem vierten Platz noch das Torverhältnis, der Traum von der Qualifikation zur Champions League aber ist in greifbarer Nähe. "Was die Mannschaft dieses Jahr abreißt ist phänomenal", betonte Arnautis.

Noch sieben Spiele: "Wir freuen uns einfach"

Denn in der vergangenen Saison sah es für die Frankfurterinnen sieben Spieltage vor Schluss ganz anders aus: Das Team dümpelte im Mittelfeld der Tabelle, auch Niemandsland genannt, herum, von der Champions League träumten vermutlich nicht einmal die kühnsten Optimistinnen. "Wir waren letztes Jahr so weit weg", erinnerte sich auch der Coach. Und jetzt? "Jetzt haben wir noch sieben Spiele und freuen uns einfach."

Die Freude, sie ist ganz auf Seiten des Teams, das inzwischen zusammengewachsen ist. "Die Mannschaft ist in der Lage jeden zu bespielen und zu besiegen", so Arnautis. Am Sonntag (13 Uhr) wartet nun die SGS Essen im heimischen Stadion am Brentanobad. "Uns erwartet eine junge Truppe, ergänzt durch einige erfahrene Spielerinnen, die Lust darauf hat, Fußball zu spielen. Vor allem im Umschaltspiel sind sie gefährlich, das gilt es für uns zu unterbinden." Das Ziel ist auch für den Trainer klar: "Der Wille, weiter nach vorne in der Tabelle zu kommen, ist unheimlich groß."

"Wir haben den Traum"

Mit einem Sieg könnten sich die Frankfurterinnen genau da festsetzen - noch dazu auf oder nah an einem Champions-League-Qualifiaktionsplatz. "Wir haben den Traum. Ob es dieses oder nächstes Jahr ist, das werden wir sehen", verriet Arnautis. Er spricht also doch über Träume, der Trainer der Frankfurterinnen. Für die nächsten Wochen zählt dennoch erstmal: "Der Weg ist richtig. Es macht einfach mega Spaß." Und so lassen sich vielleicht ja sogar Träume verwirklichen.