Schult räumt ihre Gegenspielerin ab

Es war ein couragierter Auftritt, aber am Ende hat es nicht gereicht: Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt haben am Sonntag ein dramatisches Pokalfinale gegen Wolfsburg verloren.

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zum Video Eintracht Frankfurt verliert dramatisches Pokalfinale

Eine traurige Eintracht-Spielerin
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Schwere Verletzung, rote Karte und die Entscheidung in der Verlängerung: Eintracht Frankfurt hat am Sonntag ein dramatisches Pokalfinale knapp verloren. Beim 0:1 nach Verlängerung gegen den VfL Wolfsburg erzielte Ewa Pajor in der 118. Minute das entscheidende Tor.

"Es ist eine Mischung aus Enttäuschung und purem Stolz", sagte Eintracht-Keeperin Merle Frohms nach der Partie. "Wir haben hier so gefightet und alles reingehauen, was uns in die Quere kam. Wir waren als Underdog kurz davor, eine Überraschung zu schaffen." (Mehr Stimmen zum Spiel gibt es hier.)

Guter Beginn der Eintracht

Die Frankfurterinnen hatten im Vorfeld der Partie einen kompakten Auftritt versprochen und so präsentierten sie sich von Beginn an. Gegen den Favoriten aus Niedersachsen versuchte die Eintracht, sich nicht zu tief in die eigene Hälfte drängen zu lassen.

Eigene Chancen waren dadurch zwar kaum vorhanden, die Wolfsburgerinnen taten sich aber ebenfalls schwer. In einer kurzen Drangphase zwischen der 9. und der 13. Minute mussten die Hessinnen mehrere brenzlige Situationen überstehen, dazu traf Lena Oberdorf aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten (43.).

Pawollek muss verletzt raus

Zu diesem Zeitpunkt hatte die SGE bereits einen Schock zu verdauen: Tanja Pawollek musste mit einem dicken Knie und unter Tränen vom Platz getragen werden. Die Kapitänin hatte sich in einem Zweikampf verletzt und war dann kurz später noch einmal eingeknickt. Für sie wurde Alexandra Johannsdottir eingewechselt (43.) und die wäre beinahe zur Heldin für die Eintracht geworden.

Bei einem Konter in der 59. Minute kam die Isländerin frei zum Abschluss, aber Almuth Schult im Wolfsburger Tor parierte stark. Es war die beste und lange einzige Chance für die Frankfurterinnen, die ansonsten in der zweiten Halbzeit zunehmend in Bedrängnis gerieten.

Schult sieht rot, Pajor trifft

Denn die Eintracht stand immer tiefer und so wurde es mehrere Male brenzlig für die Frankfurterinnen. Besonders knapp war es in der Nachspielzeit, als Eintracht-Keeperin Frohms eine Flanke an den eigenen Pfosten ablenkte (90.+3). Die Hessinnen selbst kamen erst in der Schlussphase wieder zu Chancen, doch Camilla Küvers Kopfball wurde auf der Linie geklärt (86.) und Laura Feiersingers Konterabschluss war zu schwach (88.).

So ging es in die Verlängerung, die mit einem Aufreger begann: Nach einem langen Pass auf Lara Prasnikar räumte VfL-Keeperin Schult die SGE-Stürmerin ab – und sah dafür Rot (98.). Plötzlich war die Eintracht in Überzahl, aber auch der VfL hatte weiter seine Chancen – und nutzte eine in der 118. Minute. Pajor schloss einen feinen Konter der Wolfsburgerinnen ab und beendete alle Pokalträume der Eintracht.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt  - VfL Wolfsburg  0:1 n.V. (0:0/0:0)

Frankfurt: Frohms - Santos, Kleinherne, Störzel (94. Kirchberger), Küver (91. Hechler) - Feiersinger, Pawollek (40. Johannsdottir) - Nüsken, Freigang, Dunst (106. Martinez)  - Prasnikar
Wolfsburg: Schult – Wedemeyer (50.Blässe), Doorsoun, Janssen, Rauch - Oberdorf, Engen - Huth, Blomqvist (65.Wolter), Rolfö (90.+8 Abt) - Pajor (120. Jakabfi)

Tore: 0:1 Pajor (118.)

Gelbe Karten: Kleinherne/Oberdorf, Jakabfi
Rote Karte: Schult

Schiedsrichterin: Derlin (Bad Schwartau)             

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Sendung: hr-fernsehen, 30.5.21, hessenschau, 19.30 Uhr