Merle Frohms, Torhüterin von Eintracht Frankfurt

Wer steht bei der Frauenfußball-EM im DFB-Tor? Ein halbes Jahr vor dem Turnier hat Eintracht-Keeperin Merle Frohms beste Karten. Die Konkurrenz lauert aber schon.

Audiobeitrag

Audio

Eintracht-Torhüterin Frohms: "Habe die Hoffnung, dass jungen Mädchen Klischees erspart bleiben"

Merle Frohms, Torhüterin von Eintracht Frankfurt
Ende des Audiobeitrags

Um die Rolle als Deutschlands Nummer eins könnte es vor der Frauenfußball-EM in England (6. bis 31. Juli 2022) noch ein heißes Rennen geben. Derzeit hat Eintracht-Keeperin Merle Frohms den Status inne, Olympiasiegerin Almuth Schult vom VfL Wolfsburg und Ann-Katrin Berger vom FC Chelsea sind die Herausforderinnen.

"Es ist ganz klar, dass Merle aktuell unsere Nummer eins ist. Natürlich erwarten wir von Almuth und Ann-Katrin, dass sie diese Nummer eins angreifen", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vorausblickend auf das EM-Jahr im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID). Voss-Tecklenburg führte aus: "Merle muss sich wie die anderen beiden tagtäglich im Verein beweisen, aber auch bei uns. Das macht sie gut. So lange sie es gut macht, ist sie die Nummer eins."

Frohms noch ohne Turniererfahrung

Bis zu einer Schulter-OP nach der WM 2019 und anschließender Schwangerschaft war Schult die unangefochtene Stammkeeperin der DFB-Auswahl. Im April gab sie ihr Comeback beim VfL und ist dort wieder erste Wahl, im Nationalteam aber wartet Schult noch auf eine Bewährungschance und ihr 65. Länderspiel.

Frohms hat bislang 22 Länderspiele ohne Turniereinsatz absolviert. Berger hat überhaupt erst zwei Einsätze im DFB-Team vorzuweisen. Die Vierte im Bunde, Laura Benkarth von Meister Bayern München, wird nach einer Knie-OP voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig fit.