Laura Freigang

Der Beginn einer neuen Ära: Gegen Werder Bremen haben die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt sichtlich Spaß – und setzen ein erstes Ausrufezeichen in der Liga.

Etwas mehr als eine halbe Stunde brauchte Laura Freigang, um Sandro Wagner zu widerlegen. Wagner, Ex-Bundesligastürmer in Diensten des SV Darmstadt 98 und des FC Bayern München, hatte 2016 gesagt: "Ich finde, Frauen und Fußball, das passt nicht". Freigang, Stürmerin in Diensten von Eintracht Frankfurt, hatte das vor Wochenfrist im hr-heimspiel! bereits als "Blödsinn" bezeichnet. Und ließ im Auftaktspiel der Eintracht Frankfurt Frauen gleich mal Taten folgen.

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Die 35. Spielminute: Eine Ballannahme, ein kurzer Haken, ein trockener Abschluss Freigangs mit links in den Winkel – und das Auftaktspiel der Eintracht Frankfurt Frauen gegen Werder Bremen war gedreht. Ohnehin hatte man am Sonntag im Frankfurter Stadtwald während des 5:1-Siegs der Eintracht das Gefühl, dass die Fusion zwischen dem 1. FFC Frankfurt, Rekordmeister der Frauen-Bundesliga, und Eintracht Frankfurt, Hessens größtem Sportverein, sehr gut passt.

"Es ist ein super Gefühl, den Adler auf der Brust zu tragen"

"Es ist ein super Gefühl, den Adler auf der Brust zu tragen", hatte Kapitänin Tanja Pawollek dem hr-sport bereits vor dem Spiel gesagt. Am Sonntag schafften es Pawollek und Co., dieses Gefühl auch auf den Platz zu bringen. Die Aufsteigerinnen aus Bremen, glücklich in Führung gegangen, liefen der Musik 90 Minuten hinterher und waren am Ende mit fünf Gegentoren sogar noch gut bedient.

Auf der Gegenseite präsentierten sich die Frankfurterinnen nach anfänglicher Nervosität spielfreudig und abgezockt und spielten sich in der zweiten Halbzeit richtiggehend in einen Rausch. "Frischen, mutigen Offensivfußball" hatte Trainer Niko Arnautis angekündigt, und seine Mannschaft hielt Wort.

Top Start in die neue Ära

Man kann sicherlich schlechter in eine neue Ära starten als mit einem verdienten 5:1-Sieg. Auch wenn das 6:0 des FC Bayern verhinderte, dass die Eintracht Frankfurt Frauen auf Tabellenplatz eins in die neue Zeitrechnung gehen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens: Am elften Spieltag kommt es zum Duell zwischen der Eintracht und Bayern München. Vielleicht ja eine willkommene Gelegenheit für Sandro Wagner, sich live vom Gegenteil seiner 2016er-These zu überzeugen.