Eintracht Fußballerinnen

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt legen gegen Bayern München ein sensationelles Last-Minute-Comeback hin. Die Spielerinnen sind in Feierlaune, der Blick geht aber auch schon in Richtung - Bayern München.

Videobeitrag

Video

zum Video Eintracht-Frauen schlagen die Bayern

Eintracht Frauen Imago
Ende des Videobeitrags

Es war eines jener Fußballspiele, für die man ins Stadion geht. 67 Minuten waren im Frankfurter Stadion am Brentanobad gespielt, als Shekiera Martinez (67.) die Eintracht mit einem satten Schuss aus der Drehung in Führung brachte. Der Jubel währte jedoch nicht lange, Bayern Münchens Maximiliane Rall (80./83.) schien den Hessinnen den Sieg mit ihrem Doppelpack wieder zu entreißen. Die übermächtigen Bayern eben, das kennt man ja.

Doch der Eintracht gelang ein spektakuläres Comeback. Laura Freigang (88.) und Sjoeke Nüsken (90.+1) drehten in einer dramatischen Schlussphase das Spiel erneut - und im Stadion gab es kein Halten mehr. "Es war ein Wahnsinnsspiel. Diejenigen, die heute im Stadion waren, haben ihr Geld gut investiert und ein herausragendes Fußballspiel gesehen", sagte Eintracht-Trainer Niko Arnautis nach der Partie zu Recht.

"Was wir heute als Team gezeigt haben, ist unglaublich"

Sechs Spiele, fünf Siege, die Bayern geschlagen, Tabellenrang drei - der Saisonstart der Hessinnen ist aller Ehren wert. Das Erfolgsgeheimnis: Leidenschaft und Kämpferherz, gut zu sehen am Sonntag, vor allem ab Minute 83. "Dass wir nach dem Rückstand das Spiel nochmal gedreht haben, zeigt den Charakter der Mannschaft", so Arnautis. "Wir haben über 90 Minuten Eintracht Frankfurt verkörpert, mit unseren Emotionen, der Leidenschaft und der Entschlossenheit."

Tugenden, die auch die Siegtorschützin Nüsken betonte. "Als die Bayern das Spiel gedreht haben, dachte ich nur: Das kann doch nicht wahr sein. In der vergangenen Saison war es auch so, dass wir zuerst geführt und dann noch das Spiel aus der Hand gegeben haben", so Nüsken. "Aber was wir als Team gezeigt haben, ist unglaublich."

"Wir nehmen den Schwung auf jeden Fall ins Pokalspiel mit"

Mit dem Ergebnis, dass die Hessinnen nun punktgleich mit München und Leverkusen und sogar vor Wolfsburg auf Rang drei liegen. Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt können es aktuell mit den Großen aufnehmen, auch wenn dazu, wie am Sonntag, ein amtlicher Kraftakt vonnöten ist. Der dürfte übrigens auch am 30. Oktober vonnöten sein, wenn es im Achtelfinale des Pokals erneut gegen die Bayern geht. "Wir nehmen den Schwung auf jeden Fall ins Pokalspiel mit. Wir wissen, dass was drin ist", so Nüsken.

Zuvor aber wurde bei der Eintracht gefeiert. "Wir haben heute noch ein bisschen was vor. Mehr verrate ich nicht", sagte Freigang nach der Partie. Keeperin Merle Frohms sagte: "Eine kleine Feier wird es heute sicher noch geben." Man muss die Siege gegen den FCB schließlich, feiern, wie sie fallen. Zumal so spektakuläre wie am Sonntag.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen