Sophia Kleinherne im Zweikampf mit einer Hoffenheimerin

Nun ist es passiert: Die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt müssen die erste Saisonniederlage hinnehmen. Bei der TSG Hoffenheim fehlten am Samstag mehrfach nur Millimeter zum nächsten Sieg.

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Audioseite Arnautis: "Hätten einen Punkt verdient gehabt"

Niko Arnautis
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Viertes Spiel, erste Niederlage: In der Frauenfußball-Bundesliga hat es für Eintracht Frankfurt erstmals in dieser Saison nicht zu einem Sieg gereicht. Die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis verlor am Samstag mit 1:2 (1:1) bei der TSG Hoffenheim.

Camilla Küver hatte die Eintracht nach einer knappen halben Stunde in Führung gebracht (26. Spielminute). In der Folge aber agierte die TSG eiskalt und drehte das Spiel durch die Treffer von Jana Feldkamp (34.) und Nicole Billa (55.).

Zwei Abseits-Tore in fünf Minuten

Ob Mut im Spielaufbau, Tempo in der Vorwärtsbewegung oder schlichtweg Torgefahr: Die Anfangsphase der Partie gehörte definitiv den Frankfurterinnen, die bereits nach 16 Minuten drei Chancen zu verzeichnen hatten. Die besten vergaben Barbara Dunst nach einer Flanke von Shekiera Martinez (12.) sowie Martinez selbst, die den Ball aus zentraler Position über das Hoffenheimer Tor jagte (16.).

Kurz darauf bejubelten die Hessinnen innerhalb von nur fünf Minuten zwei Treffer, beide Male aber unterband ein Abseitspfiff von Schiedsrichterin Anna-Lena Heidenreich (Lübeck) den Torjubel. Erst traf es Laura Freigang (18.), dann die offensiv wieder einmal sehr agile Dunst (23.).

Perfekter Dunst-Freistoß auf Küvers Kopf

Auch am Führungstreffer - ohne jede Einschränkung regulär und wunderschön - war die 24-Jährige beteiligt: Ihren Freistoß aus dem rechten Halbfeld veredelte Küver mit dem Kopf zum 1:0 (24.).

Kurz darauf hätten sowohl Freigang (29.) als auch Lara Prasnikar (32.) das Ergebnis in die Höhe schrauben können - das nächste Tor fiel allerdings auf der anderen Seite: Nach einem Eckball von rechts glich Hoffenheims Feldkamp zum 1:1 aus (34.). Auffällig: Auch dieser Treffer resultierte aus einem Standard und einem Kopfball.

Billa trifft - auch nach einer Ecke

Das ist vor allem deshalb so auffällig und bemerkenswert, weil auch das Führungstor der Gastgeberinnen kurz nach der Halbzeitpause das Ergebnis einer Ecke war. Diesmal kam der Ball von der linken Seite, diesmal verwertete TSG-Torjägerin Billa die Hereingabe: Fuß dran, Ball drin, 2:1 (54.).

Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Zwar hielt die Eintracht im Kräftemessen mit dem Champions-League-Club weiter gut mit, doch schon kurz vor dem 2:1 hätte Billa den Ball gleich zwei Mal im Tor unterbringen können: Frankfurts Torhüterin Merle Frohms vereitelte ihre Doppelchance erst mit dem rechten, dann mit dem linken Fuß (46.).

Prasnikars Kracher: an die Latte, vor der Linie

Wer weitere Torchancen sehen wollte, musste bis zur Schlussphase warten - dann aber wurde auch die Eintracht wieder gefährlich. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Prasnikar, die den Ball aus rund 16 Metern an die Latte donnerte (84.).

Von dort tropfte er Richtung Boden und kam denkbar knapp vor der Torlinie auf. Wie schon bei den Abseitstreffern in der ersten Halbzeit fehlten den Hessinnen Millimeter zum Torerfolg - und damit zum nächsten Punktgewinn. "Wir hätten einen Punkt verdient habt, weil wir die klareren Chancen hatten", urteilte Eintracht-Coach Arnautis nach der Partie.

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TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1)

Hoffenheim: Tufekovic - Specht, Bühler (46. Hagel), Brand (86. Steinert), Naschenweng - Wienroither, Linder (87. Leimenstoll), Corley (62. de Caigny), Feldkamp, Dongus – Billa

Frankfurt: Frohms - Küver, Kleinherne, Kirchberger, Hechler (87. Mauron) - Nüsken, Feiersinger, Dunst (64. Hanshaw), Freigang - Martinez (64. Johannsdottir), Prasnikar

Tore: 0:1 Küver (26.), 1:1 Feldkamp (34.), 2:1 Billa (55.)
Gelbe Karten: Bühler / -

Schiedsrichterin: Heidenreich (Lübeck)

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