Eintracht-Trainer Niko Arnautis mit seinen Spielerinnen.

Für die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt beginnt das neue Jahr, zumindest sportlich, am Sonntag. Dann bittet Trainer Niko Arnautis sein Team zum Leistungstest. Mit dabei sind viel Vorfreude - und natürlich Vorsätze.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Arnautis: "Wünsche mir den Entwicklungsschritt"

FFC-Trainer Niko Arnautis
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Mit den Vorsätzen fürs neue Jahr ist das so eine Sache: Oft verstauben bereits im Februar die neu angeschafften Fitnessgeräte oder landen erst einmal im Keller. Bis zum nächsten Neujahr, bis zu den nächsten Vorsätzen. Bei den Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt ist das anders - natürlich nicht mit Blick auf die Fitnessgeräte, sondern auf die Vorsätze.

"Ich will mit Frankfurt generell gerne international spielen - ob die Qualifikation diese, nächste oder übernächste Saison gelingt. Je schneller, desto besser", sagte Stürmerin Laura Freigang jüngst im Gespräch mit dem hr-sport. Und Trainer Niko Arnautis? "Laura hat vollkommen recht. Wir wollen uns dahin entwickeln - das ist unser Ziel." Die Grundlagen dafür, und für eine gute Restrunde, will das Team ab Sonntag legen.

Endlich wieder Fußball

Dann bittet Coach Arnautis sein Team zum Leistungstest - nach rund drei Wochen Winterpause und 13 Tagen individueller Belastung. Das Trainerteam hatte die Spielerinnen mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet. "Wir haben nun genug Kraft getankt und sind glücklich, dass es wieder losgeht", sagte er. Richtig los geht es für die Fußballerinnen der Eintracht dann am 7. Februar (14 Uhr) mit dem ersten Spieltag im neuen Jahr. Dann empfangen die Hessinnen im Stadion am Brentanobad den MSV Duisburg.

Und bereits das erste Spiel könnte zum wichtigen Gradmesser werden. Die Eintracht wolle sich ergebnistechnisch mehr belohnen, betonte Arnautis. Übersetzt heißt das: Spiele gewinnen. Denn das hatten die Frankfurterinnen in den vergangenen Monaten zu selten geschafft, kassierten späte Ausgleichstreffer, bittere Niederlagen, und haderten vor allem im Herbst mit einer Art Novemberblues.

Aus Fehlern lernen

"Wir hatten eine Phase, in der wir in weniger als zwei Wochen vier Spiele hatten, in der wir Ausfälle hatten und dann eben auch Spielerinnen früher ran mussten, die vielleicht noch etwas Zeit gebraucht hätten", sagte Arnautis rückblickend. Mit ein, zwei Siegen mehr, da ist sich der Trainer sicher, wäre die Bilanz in der Winterpause eine andere, eine bessere gewesen. Doch auch so sind die Verantwortlichen nicht etwa unzufrieden, sondern sehen die Rückschläge als Teil des Entwicklungsprozesses.

"Wichtig wird sein, dass wir daraus lernen, damit es uns nicht nochmal passiert", so Arnautis. "Wir geben der Mannschaft die Zeit und auch die Chance, sich zu entwickeln." Die nächsten Schritte soll das Team in den kommenden Wochen machen - geplant sind neben mehreren Testspielen, beispielsweise gegen das Spitzenteam aus Wolfsburg, auch ein Trainingslager. Statt Sonne und Meer gibt es für die Frankfurterinnen Nieselregen und Allersee: Wegen der Corona-Pandemie reist das Team nicht ins Ausland, sondern nach Wolfsburg.

Der nächste Schritt

"Umso schöner ist es, dass wir von der Eintracht überhaupt die Möglichkeit bekommen, ein Trainingslager mit zwei Spielen gegen einen absoluten Topgegner planen zu dürfen", erklärte Arnautis. Das erste Testspiel steht bereits in der kommenden Woche an. Gegen wen das Team dann noch ran muss, steht allerdings noch nicht fest.

Anders ist das mit dem, was sich der Coach für 2021 wünscht: "Den nächsten Entwicklungsschritt. Dass die Spielerinnen weiter so engagiert und motiviert an sich arbeiten, wir als Team noch mehr zusammenfinden", so Arnautis. Und wenn das gelingt, dürfte es Laura Freigangs Vorsatz besser ergehen als vielen anderen. Staub setzt der Traum von der Champions League dann garantiert nicht an.