Eintracht-Coach Adi Hütter beim Training.
Eintracht-Coach Adi Hütter beim Training. Bild © Imago Images

Crunchtime für die Eintracht: Die Partie gegen Stuttgart soll den Auftakt bilden für einen erfolgreichen Frankfurter Saison-Endspurt. Trainer Hütter kann dabei aus dem Vollen schöpfen. Und will vor allem in der Offensive die richtige Mischung finden.

Auf der Zielgeraden der bisher überaus gelungenen Saison will Eintracht Frankfurt keine Schwächen zeigen und sich für die starken Leistungen der vergangenen Monate belohnen. "Jetzt kommt der Endspurt", sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellen-16. VfB Stuttgart am Sonntag (18.00 Uhr) und gab das Ziel aus: "Mit unserer Leidenschaft und unseren Fans im Rücken wollen wir den nächsten Sieg landen."

Die Hessen sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Diese Serie soll gegen die Schwaben ausgebaut werden, um den Traum von der erstmaligen Teilnahme an der Champions League am Leben zu halten. Mit 46 Zählern rangiert der Tabellenfünfte knapp hinter Borussia Mönchengladbach (47) auf Rang vier, der das Ticket für die Königsklasse bringt. Auch der Dritte RB Leipzig (49) ist nur drei Punkte entfernt.

"Das Team war im Training sehr bissig"

Die Länderspielpause hat der Eintracht angesichts der anhaltenden Doppelbelastung in der Bundesliga und Europa League, wo es im Viertelfinale Mitte April gegen Benfica Lissabon geht, gut getan. Einen Bruch hat Hütter jedenfalls nicht festgestellt. "Ich habe ein gutes Gefühl bei meiner Mannschaft. Das Team war im Training sehr bissig und fokussiert. Wenn wir mit dieser Einstellung ins Spiel gehen, bin ich ob der nächsten Aufgaben optimistisch", berichtete der 49-Jährige am Freitag.

Trotz der klaren Favoritenrolle erwartet Hütter ein schweres Spiel - wie schon zuletzt beim 1:0 gegen den Tabellenletzten 1. FC Nürnberg. Denn auch der VfB benötigt im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt. "Sie haben sich in den vergangenen Wochen stabilisiert und wissen genau, worum es geht", warnte Hütter. 

"David ist wieder ein Thema"

Personell kann der Österreicher aus dem Vollen schöpfen, da sich auch Kapitän David Abraham nach längerer Verletzungspause fit gemeldet hat. "David ist wieder ein Thema, aber ich lasse mir offen, ob er spielt", sagte Hütter. Lediglich hinter dem Einsatz von Offensivspieler Mijat Gacinovic steht noch ein Fragezeichen. Der Serbe hatte sich Anfang der Woche im EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal eine Fersenverletzung zugezogen.  

Hütter hat somit sowohl offensiv als auch defensiv die Qual der Wahl. "Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man viel Qualität im Kader hat", sagte er. "Wir haben in den kommenden Wochen viele Partien, in denen wir jeden einzelnen Spieler gebrauchen können."

"Es geht darum, unsere Chancen besser zu nutzen als zuletzt"

Dabei komme es vor allem darauf an, die richtige Mischung zu finden. Ob er wie beim 3:0 im Hinspiel sein hoch gelobtes Sturm-Trio Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic beginnen lässt, ließ Hütter offen. "Es ist egal, ob wir mit drei oder zwei Spitzen spielen. Es geht darum, unsere Chancen besser zu nutzen als zuletzt", forderte er. Zweifel am Gelingen hat Hütter nicht: "Wir nehmen die Energie und die Kraft aus den letzten Wochen in den Endspurt mit."