Zum Wegschauen: Sebastien Haller und die Eintracht präsentierten sich schwach.
Zum Wegschauen: Sebastien Haller und die Eintracht präsentierten sich schwach. Bild © Imago

Der tabellarische Höhenflug der Eintracht hat ein vorläufiges Ende gefunden. Im Duell beim FC Augsburg müssen sich die erschreckend schwachen Frankfurter völlig verdient geschlagen geben.

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz nach der Eintracht-Niederlage in Augsburg

Ende des Videobeitrags

Es gibt so Tage, da läuft nur wenig zusammen: Einen solchen gebrauchten Tag hat die Frankfurter Eintracht in Augsburg erwischt. Statt mit einem weiteren Auswärtssieg auf den zweiten Tabellenplatz zu springen, musste die Elf von Trainer Niko Kovac am Sonntag bei den ebenfalls aufstrebenden Schwaben eine bittere 0:3-Schlappe einstecken. In der Tabelle fielen die Frankfurter auf Platz sechs zurück, der FCA ist nun bereits Siebter.

Ja-Cheol Koo (20.) brachte die fußballerisch überzeugenden Augsburger in Führung und leitete damit das Ende der Erfolgsserie der Frankfurter ein, die zuletzt fünf Mal in Folge ungeschlagen geblieben waren. Michael Gregoritsch (76.) und der eingewechselte Marco Richter (89.) besiegelten schließlich die zweite Auswärtspleite der bis dahin der Fremde so stark auftretenden Hessen, bei denen Keeper Lukas Hradecky mit einigen Paraden sogar noch eine höhere Niederlage verhinderte.

Jovic im Pech - Fabian feiert im Comeback

Bei den Frankfurtern vergab allein Luka Jovic, der für den gesperrten Ante Rebic in die Startelf gerutscht war, die besten Möglichkeiten. Der Serbe traf zwei Mal den Pfosten. Ansonsten präsentierte sich die Eintracht, bei der im zweiten Durchgang der lange Zeit verletzte Mexikaner Marco Fabian sein Comeback feierte, in der Offensive erschreckend schwach. Mit Blick auf das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 benötigt die Eintracht zum Weiterkommen eine klare Steigerung.

Mit attraktivem Angriffsfußball beeindruckte der FCA die Eintracht. Zur Pause hätte die Führung höher ausfallen müssen, doch erst Kevin Danso (6.) und später noch Caiuby (32.) sowie Gregoritsch (45.) ließen erstklassige Gelegenheiten aus. Koo nutzte eine unzureichende Klärungsaktion der Eintracht nach einem FCA-Freistoß und schoss flach ins Eck. Die Hausherren traten selbstbewusst auf und agierten taktisch flexibel. Die Eintracht gestattete viel zu viele Räume, ließ sich oft vom Tempo der Gastgeber überraschen und immer wieder Bälle in den Rücken der Defensive zu.

Torjäger Haller bekommt keine Bälle

Allein am Ausfall des offensivstarken Rebic war der dürftige Auftritt aber kaum festzumachen. Stoßstürmer Sebastien Haller fehlten die Zuspiele aus der Eintracht-Zentrale, wo auch Kevin-Prince Boateng oft zu umständlich agierte. Auch die Halbzeitansprache von Kovac verfehlte ihre Wirkung. Augsburg blieb am Drücker, sündigte aber weiterhin vor dem Tor von Hradecky. So vergab etwa der Ex-Frankfurter Marcel Heller (51.) völlig freistehend. Bei den Frankfurtern machte sich zunehmend Unmut bemerkbar, Gregoritsch verstärkte diesen per Drehschuss mit seinem neunten Saisontor noch, ehe Richter die Frankfurter Pleite noch weiter in die Höhe schraubte.

Weitere Informationen

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)  

Augsburg: Hitz - Heller (82. Schmid), Danso, Hinteregger, Max - Moravek (71. Richter), Baier - Koo, Gregoritsch, Caiuby - Framberger              
Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Hasebe, Falette - Wolf, Mascarell, Chandler - Boateng (67. Fabian), Gacinovic (52. Fernandes) - Haller (82. da Costa), Jovic 

Tore: 1:0 Koo (20.), 2:0 Gregoritsch (76.), 3:0 Richter (89.)
Gelbe Karten: Framberger - Falette

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)
Zuschauer: 27.188               

Ende der weiteren Informationen