Eintracht Frankfurt - RB Leipzig

Eintracht Frankfurt hat sein Auswärtsspiel bei den hoch gehandelten Leipzigern knapp verloren. Trotz einiger Ausfälle hätte das aus Sicht der Hessen nicht so sein müssen. Die Kader-Großbaustelle trat deutlich zu Tage.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt verliert in Leipzig

Szene aus Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig
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Die Eintracht hat wenige Tage nach der Straßburg-Dienstreise am Sonntag das zweite Pflichtspiel in Folge verloren. Die Hessen unterlagen am 2. Bundesliga-Spieltag mit 1:2 (0:1) beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. In einem Spiel auf Augenhöhe machten die Torschützen Timo Werner (10. Minute) und Yussuf Poulsen (80.) im wahrsten Sinne des Wortes den Unterschied zugunsten der Sachsen. Goncalo Paciencia besorgte spät den Treffer zum Endstand (89.).

Werner attackiert Abraham

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte seine Mannschaft angesichts des Straßburg-Quali-Doppelpacks auf sechs Positionen im Vergleich zum letzten Spiel umgestellt. Mijat Gacinovic und Ante Rebic fehlten nach Vereinsangaben angeschlagen gänzlich im Kader. Leipzig kam mit seiner besten Elf und überließ den Hessen in ungewohnter Manier zu Beginn Ball und Räume. Das hätte beinahe zum 1:0 durch Filip Kostic geführt, der aus spitzem Winkel scheiterte (6.).

Kurz darauf klingelte es dann auf der anderen Seite, als Werner nach einer verlängerten Ecke am langen Pfosten einschoss (10.). Es folgte die erste Druckphase der Gastgeber, die Frankfurt mit etwas Glück ohne weiteren Gegentreffer überstand. In der Folge dosierte Leipzig seine Angriffsversuche etwas, es gelang der Nagelsmann-Elf aber in Person von Werner noch das eine oder andere Mal, die Geschwindigkeitsvorteile auszuspielen und über außen in den Rücken von David Abraham zu kommen.

Trapp erst geschlagen, dann glänzend

Weil Trapp, der beim Gegentreffer zum 0:1 nicht völlig machtlos schien, aber nicht mehr ernsthaft gefordert wurde, blieb es beim Ein-Tore-Rückstand. Offensiv brachten die ordentlich auftretenden Hessen außer einer ersten Duftmarke von Paciencia (27.) bis zur Pause nicht mehr viel Gefährliches zustande. Der Portugiese und Sturmpartner Dejan Joveljic waren bei den Leipziger Verteidigern um Riesentalent Ibrahima Konaté gut aufgehoben. Ein williger Stürmer der Marke Rebic (oder Jovic oder Haller) fehlte nun einmal.

Kurz nach Wiederanpfiff zeigte Trapp seine Qualität per Fußabwehr gegen den wieder einmal durchgebrochenen Werner und bewahrte seine Eintracht damit vor der Vorentscheidung (48.). So blieb die Eintracht dank gefälligen Fußballs zwar im Spiel und hatte auch große Ballbesitzphasen, doch ein Gästetor lag dabei nie bedrohlich in der Leipziger Luft. Durchschlagskraft im letzten Drittel? Fehlanzeige.

Eintracht nicht in der Lage, sich zu belohnen

Und Leipzig? Verbrachte den Rest des Sonntagnachmittags seltsam passiv, sodass Sebastian Rode, Dominik Kohr und Erik Durm des Öfteren mit dem Ball am Fuß vor dem gegnerischen Strafraum auftauchten. Mehr als eine Fast-Chance durch Joveljic nach Durm-Heber sprang bis zur Schlussphase aber nicht mehr heraus für die Eintracht. So durfte nach langem Leerlauf der Heimelf auch der zweite RB-Stürmer noch jubeln: Poulsen war nach einem Werner-Flankenwechsel sehenswert per Direktabnahme zur Stelle (80.).

Das wollte und konnte Paciencia offenbar doch nicht so stehen lassen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit verwandelte der Mittelstürmer eine Hereingabe des eingewechselten Timothy Chandler ebenfalls volley zum 1:2-Anschluss. In der siebenminütigen Nachspielzeit sollte jedoch keine weitere Großchance hinzukommen.

Unter dem Strich bleiben am Ende für das Hütter-Team null Punkte und die Erkenntnis, dass die nun wohl vor dem Abschluss stehende Verpflichtung von Bas Dost bitter nötig ist, will man sich in Zukunft für engagierte Auftritte wie in Leipzig auch belohnen.

Weitere Informationen

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Werner (10.), 2:0 Poulsen (80.), 1:2 Paciencia (89.)               

Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Konaté, Orban - Klostermann, Demme (46. Laimer), Halstenberg - Sabitzer, Nkunku (61.Forsberg) - Poulsen,  Werner (79.Lookman)     
   
Frankfurt: Trapp - Abraham (87. Toure), Hasebe, Ndicka - Kohr, Rode (77.de Guzman) - Durm (77.Chandler) , Kostic - Kamada - Paciencia, Joveljic

Gelbe Karten: Demme, Poulsen/Joveljic, Kohr, Paciencia             

Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach)   
Zuschauer: 40.000           

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