Eintracht Frankfurt hat die Niederlagenserie in der Bundesliga beendet. Gegen Hertha BSC reichte es am Freitag trotz Zwei-Tore-Rückstand und trotz zweier nicht gegebener Treffer zu einem Unentschieden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht spielt unentschieden gegen die Hertha

Imago Eintracht Jubel Hertha
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Eintracht Frankfurt hat am Freitag einen kleinen Achtungserfolg eingefahren. Die Hessen trennten sich gegen die Hertha aus Berlin nach 0:2-Rückstand noch 2:2. Dodi Lukebakio (30. Minute) und Marko Grujic (63.) trafen für die Gäste. Martin Hinteregger (65.) und Sebastian Rode (86.) sicherten den Hausherren das Remis. Besonders bitter für die, die es mit der Eintracht halten: Sowohl einem Treffer von Daichi Kamada (38.) als auch einem Eigentor von Thomas Kraft (71.) verweigerte Schiedsrichter Christian Dingert die Anerkennung.

Die Eintracht macht das Spiel

Für beide Vereine galt vor der Partie eigentlich: Verlieren verboten! Die Eintracht hatte drei Bundesligaspiele in Folge verloren. Die Hertha war nach fünf Pleiten in Folge sogar auf den Relegationsrang abgerutscht. Die Hausherren waren die erste Mannschaft, die ein wenig ins Risiko ging.

Die Eintracht machte das Spiel, ließ Ball und Gegner eigentlich gut laufen und spielte sich einige ansprechende Chancen heraus. Almamy Touré prüfte Hertha-Keeper Kraft nach einer Ecke (20.), Hinteregger nach einem Doppelpass mit Filip Kostic (28.). Den Berlinern gelang offensiv nur wenig. Das Tor fiel dennoch auf der anderen Seite.

Und plötzlich führt die Hertha

Als der neue Berliner One-Touch-Fußball einmal mehr war als ein bloßer Versuch, war Eintracht-Keeper Frederik Rönnow gleich machtlos. Marvin Plattenhardt und Grujic kombinierten sich stark durch die rechte Abwehrseite der Frankfurter und setzten Lukebakio in Szene. Der Ex-Düsseldorfer blieb im Eins-gegen-Eins mit Rönnow cool und tunnelte den Eintracht-Keeper zur – gelinde gesagt – schmeichelhaften Führung der Gäste (30.)

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz nach dem Remis gegen die Hertha

Adi Hütter in der PK
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Die Eintracht schien durch den Gegentreffer eher beflügelt denn geschockt. Kamada erzielte nach flacher Hereingabe von Kostic seinen ersten Bundesliga- und den vermeintlichen Ausgleichstreffer (38.). Weil Kostic in der Entstehung des Angriffs aber seinen Gegenspieler umgerissen hatte, nahm Schiedsrichter Dingert das Tor nach Ansicht der Videobilder zurück. Als Kamada kurz darauf vor dem Berliner Strafraum zu Boden ging, blieb Dingerts Pfeife zum Leidwesen des SGE-Anhangs stumm. Die nächste Chance der Eintracht gab es erst in Halbzeit zwei.

Der Hallo-Wach-Effekt

Weil die Berliner mit der Führung aber zufrieden waren und sich hinten regelrecht einigelten, wurde das auch nach dem Seitenwechsel so schnell nichts. Die Hessen fanden die Lücke nicht – und wieder schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach einem Freistoß kam Dedryck Boyata am langen Pfosten an den Ball und legte im Fünfmeterraum quer auf Grujic, der nur noch den Fuß hinhalten musste. 0:2 (63.).

Wieder war das Gegentor ein Hallo-Wach-Effekt für die Hausherren. Nach einem Eckball lenkte Hinteregger einen Touré-Kopfball ebenfalls mit dem Kopf ins Netz – und dieses Mal zählte der 1:2-Treffer auch tatsächlich (65.). Weil Dingert nur fünf Minuten später aber erneut einen Frankfurter Treffer nicht gab, hatten die Fans den Schuldigen dafür, dass es momentan einfach nicht läuft, endgültig gefunden.

Silvas Streichler reicht Dingert

Eine abgefälschte Flanke von Sebastian Rode kam im hohen Bogen auf Stark zugeflogen. André Silva berührte den Berliner Schlussmann leicht am Rücken und der boxte sich das Spielgerät selbst in den Kasten (71.). Dass ihm dieser Patzer ohne die leichte Berührung von Silva nicht unterlaufen wäre, dieser Ansicht war der Schiedsrichter im Frankfurter Stadtwald nahezu exklusiv.

Die Diskussionen über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und wie lieb er die Eintracht hat, stoppte der eingewechselte Rode zum Glück vorzeitig. Erneut segelte ein Eckball in den Berliner Strafraum. Paradestürmer Hinteregger verlängert eher unfreiwillig an den zweiten Pfosten, wo Rode heran gerauscht kam und den Ball zum 2:2-Endstand in die Maschen drosch (86.).

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 2:2 (0:1)

Frankfurt: Rönnow - Toure, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Fernandes (62. Rode), Sow, Kostic - Kamada - Paciencia, Silva (84. Joveljic) 
                                
Berlin: Kraft - Stark (79. Mittelstädt), Boyata, Rekik -Klünter, Grujic,Darida, Duda  (49. Löwen), Plattenhardt - Selke, Lukebakio (79. Wolf)                   

Tore: 0:1 Lukebakio (30.), 0:2 Grujic (63.), 1:2 Hinteregger (65.), 2:2 Rode (86.)
Gelbe Karten: Toure, Hasebe, Paciencia - Duda, Sele, Lukebakio

Schiedsrichter: Dingert (Gries)       
Zuschauer: 50.000                  

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