Die Eintracht-Spieler bei einer Laufeinheit beim Training.

Nach der Länderspielpause setzt Eintracht Frankfurt zum Jahresendspurt an. In der Europa League geht es um die K.o.-Phase, in der Bundesliga um ein Statement gegen das Mittelmaß.

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Läuft es schlecht, ist die Eintracht in einem Wettbewerb raus, in einem zweiten so gut wie und in der Bundesliga nur Mittelmaß. Läuft es gut, überwintern die Frankfurter im Europapokal, stehen im Achtelfinale des DFB-Pokals und befinden sich in der Spitzengruppe der Bundesliga. Himmel oder Hölle.

Diese Zeilen schrieb der hr-sport in der Länderspielpause Mitte Oktober. Und nun, in der nächsten Länderspielpause rund einen Monat später, müssen wir mit Faust'scher Ernüchterung feststellen: Wir sind so klug als wie zuvor.

Die Lücke zum Konjunktiv schließen

In der Bundesliga spielten die Adlerträger zwar Leverkusen her (3:0) und deklassierten die Bayern (5:1). Weil es in Mönchengladbach (2:4) und Freiburg (0:1) aber nichts zu holen gab, belegt die Eintracht den neunten Tabellenplatz. Mittelmaß also. Die DFB-Pokal-Hürde St. Pauli wurde letztlich souverän genommen, in der Europa-League bangen die Hessen nach dem Last-Minute-Schock in Lüttich aber mehr denn je ums Weiterkommen.

"Wenn wir gegen Lüttich gewinnen und einen Punkt gegen Freiburg holen, sind wir überragend unterwegs. Dann wärst du im Pokal dabei, international schon nach vier Spielen qualifiziert und stündest in der Meisterschaft auf Platz vier", bemühte Trainer Adi Hütter unlängst den Konjunktiv. Die Realität ist, trotz guter Leistungen, freilich eine andere. Wahr ist aber auch, dass die Eintracht die Lücke zum Konjunktiv in den kommenden fünf Wochen zumindest teilweise schließen kann.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Ich sehe die Entwicklung"

Eintracht-Trainer Adi Hütter äußert sich nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach.
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Mit zwei Siegen in Europa überwintern

Die Chance, im europäischen Geschäft zu überwintern, ist nach wie vor gegeben. In den Spielen beim FC Arsenal in London (28.11.) und gegen Vitoria Guimaraes (12.12.) darf die Eintracht eben nicht weniger Punkte holen als das punktgleiche Lüttich und muss die Tordifferenz im Vergleich zu den Belgiern um einen Treffer aufbessern. Das Optimum: Bei zwei Siegen lässt die Eintracht entweder Lüttich oder London hinter sich und steht definitiv in der K.o.-Phase.

Auch in der Bundesliga können die Hessen sich tabellarisch noch Hoffnung auf Besserung machen. Zwar hat die Eintracht, rechnet man die Europa-League-Partien ein, mit acht Pflichtspielen in 29 Tagen noch ein wahres Mammutprogramm vor sich, die ausstehenden Aufgaben in der Bundesliga sollten den Fans aber durchaus Mut machen. Los geht's am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

Die Liga-Schlechtesten warten

Mit Ausnahme von Schalke 04 (15.12.) stehen alle kommenden Gegner der Eintracht derzeit hinter den Frankfurtern, also in der unteren Tabellenhälfte. Mit Mainz 05 (2.12.), dem 1. FC Köln (18.12.) und dem SC Paderborn (22.12.) treffen die Hessen gar auf die drei schlechtesten Teams der Liga. Spätestens nach diesen Spielen sollte klar sein, wohin der Eintracht-Zeiger in dieser Saison ausschlägt. Himmel oder Hölle eben. Oder einfach Mittelmaß.