Adi Hütter schaut enttäuscht

Nach drei Jahren steht für Adi Hütter das letzte Spiel als Trainer von Eintracht Frankfurt an. Zum Abschied gibt sich der Österreicher demütig – und hat noch ein letztes Ziel vor Augen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-PK vor dem Spiel gegen Freiburg

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte es zuletzt nicht leicht. Der scheidende Coach stand im Kreuzfeuer der Kritik. Fans und Medien hatten zuletzt viel zu bemängeln. Nachdem Hütter seinen Abschied zum Saisonende verkündet hatte, verspielte die Eintracht in den vergangenen Wochen die erstmalige Teilnahme an der Champions League. "Der Gemütszustand ist nicht der allerbeste", gab Hütter nun vor dem letzten Saisonspiel gegen den SC Freiburg zu (Samstag, 15.30 Uhr).

"Das war nicht gut genug"

Während sich der ebenfalls in der Kritik stehende Sportvorstand Fredi Bobic erst jüngst wieder wortgewaltig wehrte, versuchte Hütter zum Abschied versöhnliche Töne anzuschlagen. Zu den Bobic’schen Auslassungen wollte er sich nicht äußern. Hütter suchte den späten Schulterschluss mit den Fans. "Ich blicke auf drei wunderschöne Jahre zurück und emotional schöne Momente, aber leider ist bei mir auch die Enttäuschung noch groß, dass wir es nicht geschafft haben, etwas Historisches zu schaffen."

Das Verpassen der Champions League müsse er sich ankreiden lassen. Das habe er als Trainer zu verantworten. "Ich bin nicht zufrieden mit meiner Arbeit in den letzten Wochen. Das war nicht gut genug, um allen eine Freude bereiten zu können", so der Coach.

Der Enttäuschung etwas entgegenstellen

"Enttäuschung" war das meistgebrauchte Wort auf dieser letzten Pressekonferenz des Eintracht-Trainers. Die Fans seien enttäuscht ("kann ich absolut nachvollziehen"), Hütter ist es auch. "Ich will aber nicht nur auf die letzten Wochen zurückblicken, sondern will mich für drei unglaublich schöne Jahre bedanken", sagte der Trainer. Er habe der Eintracht viel zu verdanken.

Um seine drei Jahre doch noch mit etwas Positivem zu beenden, strebt der Übungsleiter einen Heimsieg gegen Freiburg an. Das Spiel ist sportlich zwar im Prinzip bedeutungslos, die Frankfurter hätten damit aber immerhin das Kunststück vollbracht, eine komplette Saison ohne Heimniederlage zu spielen.

Fazit nach drei Jahren

Die Fans wird das kurzfristig natürlich nicht besänftigen. Hütter hofft allerdings, dass das Urteil über seine dreijährige Arbeit in der Mainmetropole mit etwas Abstand milder ausfällt. "Wir haben das über weite Strecken gut hinbekommen: Wir haben Spieler weiterentwickelt, teils begeisternden Fußball gespielt und Werte entwickelt", so das Fazit des Österreichers.

Am Sonntag, einen Tag nach dem Spiel gegen Freiburg, verabschiedet sich Hütter in den Urlaub. Die Enttäuschung wird in Frankfurt bleiben.

Sendung: hr-iNFO, 20.05.2021, 15 Uhr