Randal Kolo Muani vom FC Nantes

Ruhige Weihnachtszeit? Von wegen! Bei Eintracht Frankfurt ist unter dem Tannenbaum offenbar enorm viel Betrieb. Ein Überblick über die aktuelle Lage.

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Portrait von Vorstandssprecher Axel Hellmann im Stadion. Text: Heimspiel: Eintracht-Boss steht Rede und Antwort! Logo: Eintracht Frankfurt.
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Während sich die Geschäftsstellen vieler Betriebe offiziell im Weihnachtsmodus befinden, wird bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt im Hintergrund mit heißer Nadel gestrickt. Faride Alidou und die Hessen sollen bereits vor den Feiertagen Einigung erzielt haben. Der Flügelspieler will den Hamburger SV in Richtung Frankfurt verlassen, der Vertrag soll nach Informationen der Bild bis 2026 laufen.

Eintracht soll sich mit Alidou und Muani einig sein

Die offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, die letzten Modalitäten zwischen den Klubs müssen noch geklärt werden: Kommt Alidou ab sofort? Wenn ja, wird er dann weiterverliehen? Oder sichern sich die Frankfurter das Talent für die Flügel ablösefrei im kommenden Sommer? Sein Kontrakt läuft schließlich am 30. Juni 2022 aus.

Ähnlich weit sollen die Gespräche mit Randal Kolo Muani vorangeschritten sein. Der Franzose steht bereits seit einem Jahr auf der Eintracht-Liste, bislang blockierte der FC Nantes allerdings einen Wechsel. Die Eintracht blieb jedoch hartnäckig und belohnt sich wohl mit einem geglückten Transfer. Laut Transferexperte Fabrizio Romano unterschreibt Muani für fünf Jahre am Main.

Kommt auch ein Linksverteidiger ablösefrei?

Ab 1. Januar darf der Spieler selbst - gedeckt durch die FIFA-Regeln - seinen neuen Verein verkünden. Die Eintracht hat im Poker mit Nantes dann alle Trümpfe in der Hand. Sie kann den Preis bestimmen, den sie für einen sofortigen Deal zu bezahlen bereit wäre. Die Frankfurter könnten aber auch bis Juni abwarten und ihn dann zum Nulltarif bei sich begrüßen. Dass Muani kommt ist wohl sicher - nicht aber der Zeitpunkt. Insgesamt befindet sich Sportvorstand Markus Krösche in einer entspannten Lage, er kann den den zweiten Teil des Umbruchs in Ruhe vorbereiten.

In französischen Medien taucht zudem der Name Anthony Caci auf. Der Außenverteidiger von Racing Straßburg ist im Sommer ebenfalls ablösefrei auf dem Markt. Sein Berater Yacine Ayad erklärte bei Le 10 Sport: "Ja, ich bestätige, dass Anthony in die Bundesliga wechselt." Auch die Eintracht sei ein Kandidat.

Die Eintracht will auch den Kader verkleinern

Caci kann beide defensive Außenbahn bespielen. Bei der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner herrscht vor allem auf der linken Verteidigerseite Engpass, Christopher Lenz hat die Hälfte der Hinrunde verletzt gefehlt. Einen Ersatz für den Linksfuß gibt der Kader bislang nicht her. Mit einem Spielertypen à la Caci hätte Glasner noch mehr Möglichkeiten.

Damit die Eintracht schon im Winter auf Shoppingtour gehen kann, muss der eigene Kader zunächst aber etwas abgespeckt werden. Ajdin Hrustic wird laut Frankfurter Rundschau beim FC Augsburg gehandelt, Amin Younes hingegen könnte den Klub in Richtung FC Genua verlassen. Aymen Barkok und Danny da Costa (Verträge laufen aus) würden die Frankfurter wohl ebenfalls keine Steine in den Weg legen. Auch das Leihgeschäft mit Sam Lammers, der nicht die erhoffte Soforthilfe war, sollte hinterfragt werden.

Hellmann: "Unser Kader ist relativ groß"

Vorstandssprecher Axel Hellmann stellte zuletzt im hr-heimspiel fest: "Unser Kader ist relativ groß. Ich würde schauen, was wir tun können, um den ein oder anderen Spieler abzugeben." Für große Transfers sehe er bislang "keine Notwendigkeit". Möglicherweise sorgt die erneute Chance auf die Champions League und die durchaus attraktive Vertragslage bei einigen Spielern für ein Umdenken. Die Gerüchteküche - sie brodelt gewaltig.