Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurt zittert sich zum ersten Sieg – 1:0 in Guimarães

Jubelnde SGE-Spieler

Vitória Guimarães trifft den Pfosten, Eintracht Frankfurt das Tor: Dank eines Kopfballtreffers von Evan N'Dicka holen die Hessen ihren ersten Sieg in der Europa-League-Gruppenphase. Und das durchaus schmeichelhaft.

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt feiert seine ersten drei Punkte in dieser Europa-League-Saison. Im zweiten Gruppenspiel beim portugiesischen Club Vitória Guimarães gewann die Mannschaft von Trainer Adi Hütter am Donnerstag mit 1:0 (1:0). Abwehrspieler Evan N'Dicka markierte in der 36. Spielminute den einzigen Treffer des Abends.

Die Partie begann ohne langes Abtasten, eine muntere Anfangsphase mit frühen Offensivaktionen auf beiden Seiten war die Folge. Um ein Haar hätte André Silva bereits die erste Frankfurter Chance zur Führung genutzt, sein Schuss nach einem Zuspiel seines portugiesischen Landsmannes Gonçalo Paciência streifte aber knapp über die Torlatte (3.).

Bonatini an den Pfosten

Auf der anderen Seite war es vor allem Denis Poha, der Kevin-Trapp-Vertreter Frederik Rönnow im Eintracht-Tor per Schusschance (4.) sowie Freistoß (12.) prüfte. Die dickste Möglichkeit vergab Léo Bonatini, der den Pfosten traf – der anschließende Nachschuss durch Davidson segelte über den Querbalken (16.).

Warum die Hausherren aus Nord-Portugal in dieser Phase zu wesentlich mehr Spielanteilen kamen als die Gäste aus Hessen? Weil Frankfurt immer wieder sehr weit aufrückte und den ballsicheren Profis von Guimarães somit den einen oder anderen Raum für schnelle Angriffe ließ.

N'Dicka trifft mit dem Kopf

Bis auf eine Szene, die mit einem erfolglosen Linksschuss von Erik Durm endete (30.), tat sich die Eintracht spielerisch schwer. Kein Wunder also, dass ein ruhender Ball herhalten musste: Nach einer Ecke von der linken Seite sorgte N'Dicka per Kopf für das 1:0 – und für sein erstes Europapokal-Tor (36.).    

Mit dieser überraschenden und schmeichelhaften Führung im Rücken ging es für die Hütter-Elf in die zweite Halbzeit. Auch da blieb die offensive Durchschlagskraft weiterhin mangelhaft, die defensive Stabilität dafür aber immerhin ausreichend.

Vitória: viel Ballbesitz, kaum Chancen

Guimarães kam zwar nach wie vor zu mehr Ballbesitz und Spielanteilen, aber nicht automatisch zu mehr Chancen. Bonatinis ungefährliche Direktabnahme nach einem Eckball (56.), ein abgefälschter Poha-Freistoß (65.) und ein Kopfball von Lucas Evangelista (71.) waren in rund 15 Minuten die einzigen nennenswerten Aktionen. Gut für die Eintracht.

Noch besser: Bei so viel Zugucken bekam sie in der Schlussphase plötzlich selbst Lust auf Offensivspiel. Erst scheiterte Silva nach einer Kopfball-Verlängerung durch N'Dicka an Vitória-Keeper Miguel Silva (73.), zwei Minuten später war es Filip Kostic. Den Kopfball des Serben parierte Silva auf der Torlinie. Bis zum Abpfiff blieb es beim 1:0. Eintracht Frankfurt ist in der Europa-League-Saison 2019/20 angekommen.

Weitere Informationen

Vitória Guimaraes - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1)

Guimarães: Miguel Silva - Sacko (65. Rochina), Tapsoba, Henrique, Hanin - Poha, Agu, Evangelista - Edwards, Bonatini (65. Duarte), Davidson (78. Pereira)
                           
Frankfurt:  Rönnow - Touré, Hinteregger, N'Dicka - Durm (78. da Costa), Fernandes,  Kostic - Rode (60. Kamada), Sow - Silva, Paciência

Tore: 0:1 N'Dicka (36.)
Gelbe Karten: Tapsoba/N'Dicka, Durm, Touré, Fernandes     

Schiedsrichter:  Petrescu (Rumänien)   
Zuschauer: 27.000             

Ende der weiteren Informationen